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Geschrieben von forextotal am 9. März 2018

EZB enttäuscht Euro-Anleger

Verlierer zum Schluss der Handelswoche ist die europäische Gemeinschaftswährung. Sie ist seit Donnerstag den gemischten Gefühlen der Anleger unterworfen: Reagierten diese auf die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, die sich in Tippelschritten dem Ende der expansiven Geldpolitik heranwagt, zunächst positiv, verlor der Kurs im Anschluss an die Pressekonferenz bereits wieder. Indes profitiert der US-Dollar von soliden Zahlen des US-amerikanischen Arbeitsmarkts.

Rückzieher zur Pressekonferenz

Zunächst reagierte der Kurs des Währungspaars EUR/USD positiv auf die geldpolitische Entscheidung der EZB vom Donnerstag. Schließlich stand dabei eine Botschaft klar im Vordergrund: Die Zentralbank bereitet sich auf das Ende der expansiven Geldpolitik vor. Dafür spricht der Verzicht auf einen Passus, dass die Zentralbank eine Ausweitung ihrer Anleihekäufe in Milliardenhöhe plane.

Doch in der anschließenden Pressekonferenz relativierte sich dieses Bild schnell. EZB-Chef Mario Draghi sprach sich ganz deutlich dafür aus, die lockere Geldpolitik beizubehalten. Die Reaktion der Anleger an den Devisenmärkten folgte prompt: der Euro rutschte von seinem Tageshoch bei 1,2428 USD abrupt ab. Auch im heutigen Tagesverlauf konnte sich der Kurs nicht erholen und handelte zuletzt bei 1,2302 USD.

Arbeitsmarktdaten beflügeln US-Dollar

Kräftigen Auftrieb hingegen erhielt der zuletzt angeschlagene US-Dollar. Nachdem ihn in den vergangenen Tagen die Ankündigung des US-Präsidenten Trumps, Strafzölle auf die Einfuhr von Aluminium und Stahl einzuführen, belastet hatten, erhielt er heute wieder die Unterstützung der Marktteilnehmer. Die stützten sich auf die Veröffentlichung der neuesten Beschäftigungszahlen.

Diese belegten, dass in den USA im Februar 313.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden - eine Zahl, die die Erwartungen um Längen übertrifft. Hinter dieser Zahl musste zurückstehen, dass die Arbeitslosenquote keinen Rückgang verzeichnete und auch die Löhne hinter dem erwarteten Anstieg zurückblieben.

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