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Geschrieben von forextotal am 24. April 2014

Euro-Kurs nach Draghi-Rede weitgehend unverändert

Europa und der EuroIm Vorfeld der Rede des Präsidenten der Europäischen Zentralbank am Donnerstag blieb der Kurs des Euros gegenüber dem US-Dollar relativ unberührt. Nach der Asien-Session heute morgen wurde das Währungspaar EUR/USD mit 1,3824 gehandelt und blieb damit etwas hinter dem Hoch der Vortagessitzung von 1,3837 zurück. Die Rede Draghis hatte zu einer kurzzeitigen Schwächung des Kurses geführt, zuletzt war der Euro aber wieder 1,3826 USD wert.

EZB-Rat zu unkonventionellen Maßnahmen entschlossen

In seiner Rede betonte Draghi erneut, dass der EZB für den Fall einer weiteren Wertzunahme der europäischen Gemeinschaftswährung Mittel für eine geldpolitische Lockerung zur Verfügung stünden. Damit wolle man einem weiteren Abstieg der Inflationsrate vorbeugen. Auch EZB-Ratsmitglied Benoit Coeurs bestätigte zu Beginn der Woche, dass für die Bank Spielraum für Zinssenkungen bestünden. Obwohl Draghi in diesem Punkt auf die Einigkeit der 24 Ratsmitglieder zählen kann, erteilte er den unkonventionellen Maßnahmen vorerst eine Absage.

Damit deckt sich die Einschätzung des EZB-Chefs mit der des Ratsmitglieds Ewald Novotna, der am Mittwoch erklärte, er sehe keine Aussichten auf eine Deflation in der Euro-Zone. So besteht keine dringende Notwendigkeit für ein Handeln der EZB, sei es in Form von Zinssenkung oder expansiven Maßnahmen wie einem Anleihenkaufprogramm.

Wirtschaftliche Erholung der Euro-Zone stützt den Euro

Die am Mittwoch veröffentlichten Daten aus dem Privatsektor der Euro-Zone zeugen von einer anhaltenden Erholung der Wirtschaft. Gerade in Deutschland schreitet diese Erholung immer schneller voran, andere Länder wie Frankreich dagegen verzeichnen einen Dynamikverlust.

Für Auftrieb des Euros sorgte auch der Wirtschaftsklimaindex des deutschen Forschungsinstituts Ifo. Für den Monat März bescheinigt dieser einen Anstieg von 110,7 auf 111,2, erwartet wurde hingegen ein Abstieg auf 110,5. Damit trotzt die Entwicklung allen Krisenmeldungen aus der Ukraine und der damit verbundenen Angst vor Sanktionen.

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