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Geschrieben von forextotal am 21. Juni 2022

Welche Aktien jetzt kaufen?

Eine steigende Inflation macht in Amerika aber auch in Europa Zinserhöhungen durch die Zentralbanken nötig. Das hat auch Auswirkungen auf den Aktienmarkt und die Aktienkurse haben in den letzten Wochen einen Abstieg verzeichnet. Wer jedoch einmal historische Börsenkurse verfolgt, wird feststellen, dass einem Abstieg der Kurse auch regelmäßig ein neuer Aufschwung folgt. Eine Zeit der fallenden Kurse kann also einen ausgezeichneten Zeitpunkt darstellen, um Aktien günstig einzukaufen. Doch für viele Anleger stellt sich die Frage, welche Aktien man jetzt kaufen sollte, um in Zukunft mit optimalen gewinnen rechnen zu können.

Tief kaufen und hoch verkaufen - Die Weisheit der Aktien Experten

Viele Anleger lassen sich durch ein Bärenmarkt aus der Ruhe bringen. Aus Angst vor Verlusten verkaufen sie ihre Aktien oft zu einem tiefen Preis. Diese Angst wird in der Regel durch schwarzseherische Prognosen der Presse weiterhin geschürt. Anleger, die langfristig in Aktien investieren, haben bisher jedoch durch Wirtschaftskrisen und Rezensionen hindurch gute Gewinne mitnehmen können. Daher sind gerade die Zeiten eines Bärenmarkts dazu geeignet, das eigene Depot um einige vielversprechende Titel zu erweitern, die derzeit günstiger eingekauft werden können. Börsen Guru Warren Buffet hat es immer wieder vorgemacht, wie man mit dem Prinzip „tief kaufen und hoch verkaufen“ ein Vermögen aufbauen kann. Derzeit gilt es also, das Potential unterschiedliche Aktien zu bewerten und günstig einzusteigen.

Finanzieller Spielraum durch Dividenden

In Zeiten von Krisen ist es stets eine gute Idee, solche Aktien zu bevorzugen, bei denen mit einer regelmäßigen Dividendenausschüttung zu rechnen ist. Durch die Dividendenzahlungen wird ein gewisses finanzielles Polster geboten. Sollte die Aktie nämlich eine Dividende von 4 Prozent ausschütten, so hat man unter dem Strich selbst dann noch keinen Verlust gemacht, wenn der Aktienkurs um 4 Prozent fällt. Auch wenn die Aktienkurse wieder steigen, ist man mit Dividendenaktien weiterhin gut aufgestellt.

Neben dem Kursgewinn kann man kontinuierlich mit Dividenden rechnen, die man reinvestieren kann. Sie tragen dazu bei, dass man schneller Kapital aufbauen kann. Zum Investieren kann man sich für Einzelaktien von Unternehmen entscheiden, die in der Vergangenheit regelmäßig hohe Dividenden ausgeschüttet haben. Für Einsteiger ist es oft einfacher, einen ETF zu wählen, der sich auf dividendenausschüttende Aktien konzentriert. So kann man mit einer einzigen Anlage eine Streuung über unterschiedliche Branchen erzielen, die dem Portfolio zusätzliche Sicherheit verleiht.

Blue-Chips - Krisen mit geringem Risiko meistern

Wer in einem Bärenmarkt investieren möchte, sollte auf Aktien von Unternehmen achten, die einen hohen Wert darstellen und auch in der Vergangenheit aus Krisen erfolgreich abwettern konnten. Investiert man beispielsweise in Startups, so nimmt man immer ein hohes Risiko in Kauf, da sich die Geschäftsidee unter Umständen nicht durchsetzt und in Krisenzeiten ein massiver Kursverfall zu befürchten ist, von dem sich das Unternehmen oft nicht wieder erholen Kann.

Blue-Chips hingegen gehören zu der Königsklasse der Aktien. Die Unternehmen konnten sich bereits seit Jahrzehnten am Markt behaupten und haben, langfristig gesehen, immer Kursgewinne einfahren können. Während einer Krise sind Blue-Chips daher eine ausgezeichnete Anlage, mit der man meistens hohe Verluste vermeiden kann. Mögliche Kursverluste können in der Regel auch schnell wieder eingespielt werden. Bluechips sind solide und zeichnen sich durch eine recht gradlinige Kursentwicklung aus. Nur selten kommt es zu Schwankungen.

In Krisensituationen können sie daher für den Anleger einen sicheren Hafen darstellen. Doch ist es gerade diese Charakteristik der Bluechips, die sie während eine Bullenmarktes weniger interessant macht. Ebenso, wie sie selten zu hohen Kurseinbrüchen tendieren, versprechen sie auch im Bullenmarkt nur selten hohe Kursgewinne.

Blue-Chips weltweit kennenlernen

Auch wenn man sich für Blue-Chips entscheidet, sollte man auf eine Streuung über mehrere Titel aus unterschiedlichen Branchen und geographischen Regionen Wert legen. Eine gegebene Konjunkturlage wirkt sich in der Regel auf verschiedene Branchen und Länder in unterschiedlicher Weise aus. Hat man daher eine Streuung im Portfolio, so kann man unter Umständen Verluste bei einigen Titeln durch Gewinne in anderen wettmachen und setz die gesamte Anlage einem geringeren Risiko aus.

Auf dem deutschen Aktienmarkt gehören beispielsweise Daimler, Siemens und die Allianz zu den wichtigsten Blue-Chips, mit denen man Sicherheit einkaufen kann. Europaweit gelten Danone, Unilver und L'Oréal als sichere Blue-Chips, bei denen sich eine Investition lohnt. Der Begriff Blue-Chips stammt eigentlich aus den USA und auch auf diesem Markt findet man unterschiedliche Titel in der Kategorie. Zu den bekanntesten gehören Coca-Cola, McDonald's, IBM und Bank of America. Wer unter solchen Titeln streut, kann auch einem Bärenmarkt mit relativer Gelassenheit entgegensehen.

Wie verhalten sich Mid-Caps in der Krise?

Auf dem deutschen Markt werden die Aktien solcher Unternehmen als Mid-Caps bezeichnet, deren Börsenwert zwischen 250 Millionen und 1 Milliarde Euro rangiert. Im Gegensatz zu Blue-Chips sind Mid-Caps Aktien oft unterbewertet, was für den Investor ein gutes Gewinnpotenzial darstellen kann. Diese kleineren Unternehmen sind dazu oftmals wesentlich überschaubarer, als die großen Konzerne und verfügen zudem häufig über eine Unternehmensführung, die ein hohes Interesse am Wachstum des Unternehmens hat. Aus diesem Grund können sich auch bei Mid-Caps interessante Investitionsmöglichkeiten ergeben, die man in einem Bärenmarkt erwägen kann.

Jedoch ist hier eine eigene Analyse des jeweiligen Unternehmens und dessen Aussichten ein wichtiger Faktor, während man bei Blue-Chips in aller Regel blind vertrauen kann. Darum sollte man sich derzeit auch nur dann an Mid-Caps wagen, wenn man bereits einige Erfahrung beim Investieren sammeln konnte und in der Lage ist, eine Fundamentalanalyse durchzuführen.

Hände weg von Penny Stocks

Als Penny Stocks werden solche Aktien bezeichnet, deren Wert unter 1 Euro (beziehungsweise unter 1 Einheit der jeweiligen Landeswährung) gehandelt wird. Sie zeichnen sich durch eine hohe Volatilität aus und können häufig auch zum Totalverlust führen. Die meisten dieser Aktien sind im Grunde wertlos und die Gewinnchancen sind bestenfalls marginal.

Oft sind es betrügerische Anleger, die sich den Handel mit den Penny Stocks zu Nutzen machen. Sie kaufen Anteile zu einem sehr günstigen Preis ein und preisen die Anlage dann, oft über die sozialen Netzwerke, mit einer geschickten Marketing-Strategie an. Dadurch wird ein Kaufinteresse angefacht und können unbedarfte Anleger zum Kauf überzeugt werden, so steigt der Kurs kurzfristig an, da der Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt wir.

Diesen Zeitpunkt nutzen die betrügerischen Anleger und veräußern ihre Anteile mit Gewinn. Will man selbst die Anteilsscheine verkaufen, besteht meistens schon keine Nachfrage mehr und man findet keinen Absatz für die wertlosen Aktien. Daher sollte man im Bären- sowie im Bullenmarkt grundsätzlich von Penny Stocks Abstand nehmen.

Langzeitig in solide Aktien investieren

Wer jetzt in Aktien investieren möchte, sollte dabei zwei Grundsätze im Kopf behalten. Eine Aktienanlage sollte man nach Möglichkeit langfristig planen und am besten einen Sparplan einrichten. Kann man jetzt günstig einkaufen, so zahlt es sich aus, eine Konjunkturwende abzuwarten und anschließend von höheren Kursen zu profitieren. Wer zudem darauf achtet, Aktien von soliden Unternehmen zu kaufen, die auch in Krisenzeiten Sicherheit bieten, kann derzeit einen guten Zeitpunkt finden, um das eigene Portfolio gewinnbringend zu erweitern.

Die in diesem Artikel angegebenen Informationen sollten nicht als Handelsempfehlung betrachtet werden. Stützen Sie Ihre Handelsaktivitäten auf eigene Analysen und Ihr eigenes Wissen. Unabhänig vom Artikelinhalt können Sie Ihre eigenen Trading-Aktivitäten bei einem Forex-Broker oder Smartbroker durchführen.

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