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Geschrieben von forextotal am 27. Oktober 2017

Zaghafte EZB belastet Euro

Die EZB hat im Zuge ihrer Sitzung am Donnerstag einen ersten zaghaften Schritt weg von ihrer ultralockeren Geldpolitik gewagt. Das war den Anlegern an den Devisenmärkten zu zögerlich. Sie zeigten dem Euro in der Folge die kalte Schulter. EUR/USD konnte sich auch heute nicht von dem ausgelösten Kursrutsch erholen. Am Nachmittag stieß das Währungspaar bei 1,1580 USD auf Unterstützung.

Minischritt zur geldpolitischen Wende

Wie EZB-Chef Mario Draghi ankündigte, wird die Europäische Zentralbank das Volumen ihres milliardenschweren Anleihekaufprogramms halbieren. Es schrumpft ab 2018 damit von monatlich 60 auf 30 Milliarden Euro. Damit ist ein erster Schritt in Richtung einer normalisierten Geldpolitik getan. An den Zinsen ändert dieser Schritt aber noch lange nichts.

Vor konsequenteren Maßnahmen, und dazu zählt die vorsichtige Anhebung des Leitzinses, scheut die Zentralbank noch immer zurück. Auch die am Donnerstag beschlossene Maßnahme ist ein Vorstoß mit Hintertür: Schließlich kann man das Programm jederzeit wieder aufstocken.

Spannungen in Spanien lasten auf Kursniveau

Vor 2019, darin sind sich die Experten einig, werden sich die Zentralbanker keine ernsthaften Gedanken über eine mögliche Leitzinsanhebung machen. Was an den Börsen mit neuen Rekorden quittiert wird, lässt an den Devisenmärkten den Euro abrutschen. Stimmen werden laut, die die Entscheidung der EZB als zu zaghaft kritisieren.

Eine zusätzliche Belastung für die Gemeinschaftswährung stellt der Konflikt zwischen Madrid und Katalonien dar. Auf das katalanische Votum zur Abspaltung von Spanien ordnete Madrid die Entmachtung der Regionalregierung in Barcelona an.

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