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Geschrieben von forextotal am 5. Oktober 2015

US-Dollar bleibt angeschlagen

USA und der Dollar

Noch zum Beginn der neuen Handelswoche zeigten die enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag ihre unverkennbare Wirkung: Die Anleger gaben sich desillusioniert, ihre Spekulationen auf eine baldige Zinsanhebung durch die Federal Reserve Bank sind verflogen. Im Kurs der amerikanischen Währung war die eingetrübte Stimmung deutlich zu spüren, auf breiter Front musste sie auch heute wieder Verluste hinnehmen.

Auftrieb durch Zinshoffnungen verpufft

Für einen gewichtigen Richtungswechsel in der amerikanischen Geldpolitik hätten die am Freitag vorgelegten Zahlen zum Arbeitsmarkt deutlich optimistischer ausfallen müssen. Stattdessen offenbarte sich eine große Enttäuschung: Weit weniger neue Stellen als erwartet konnte die Wirtschaft schaffen, die Löhne stagnierten und darüber hinaus rutschte auch noch die Beschäftigungsquote auf 62,4% und damit auf ihr niedrigstes Niveau seit rund 40 Jahren.

Alles in allem ist dies kaum das Umfeld, in dem eine Notenbank risikobehaftetes Feld betreten möchte. Denn auch wenn die jüngsten Zahlen aus der Wirtschaft der Vereinigten Staaten durchaus solide aussahen, eine Anhebung des Leitzinses birgt ein nicht zu verachtendes Risiko. Dies gilt ganz besonders in der aktuellen Situation einer globalen Konjunkturflaute, die im Begriff ist, auch von der US-Wirtschaft Besitz zu ergreifen. Für Donnerstag wird die Veröffentlichung eines neuen Sitzungsprotokolls der Währungshüter erwartet, das über die Haltung der Fed zur veränderten Lage Aufschluss geben dürfte.

Euro hält sich über 1,12 USD

Etwas schwächer als noch am Freitagnachmittag notierte der Euro heute gegenüber der amerikanischen Währung. Dennoch hielt er sich im bisherigen Tagesverlauf stabil über der Marke von 1,12 USD. Ins Wanken geraten könnte die neuerliche Erfolgswelle der europäischen Gemeinschaftswährung allerdings durch die heutige Veröffentlichung der europäischen Einkaufsmanagerindizes. Von 54,0 im Vormonat auf 53,7 rutschte der Index für den Dienstleistungssektor in der gesamten Eurozone ab. Im gleichen Zeitraum schrumpfte auch in Deutschland der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe auf 54,1 zusammen.

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