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Geschrieben von forextotal am 21. Dezember 2018

Tagesgeld: Vermeintlich sichere Anlage?

TagesgeldImmer wieder wollen Unternehmen mit Lockangeboten neue Kunden gewinnen. So gibt es bei bestimmten Tankstellenketten Punkte pro getanktem Liter, die sodann in Bonuspreise getauscht werden können, reduzierte Waren im Supermarkt oder - sofern von der Fluggesellschaft angeboten - auch Bonusmeilen, um einmal einen günstigeren Flugpreis zu bekommen, wenn man eine bestimmte Anzahl erreicht hat.

Lockangebote gibt es aber auch von Banken. Die Paradebeispiele sind Sparpläne wie auch Tagesgeld. Aufgrund der Tatsache, dass sich immer mehr Deutsche gegen Tagesgeldkonten entscheiden, weil durch die verfolgte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank keine gewinnbringenden Konditionen mehr in Aussicht gestellt werden, greifen die Banken sodann in die Trickkiste. Doch worauf muss man als Anleger achten, wenn man sich für ein Tagesgeldkonto entscheidet?

Neukundenbonus nutzen

Wer sich hier mit den diversen Zinssätzen für Tagesgeld befasst, der wird feststellen müssen, dass es von Seiten der Banken kaum noch attraktive Angebote gibt. Aus diesem Grund suchen immer mehr Sparer nach Alternativen und entscheiden sich gegen die klassischen Produkte. Das spüren natürlich auch die Banken. Genau deshalb versucht man mit diversen Lockangeboten neue Kunden zu gewinnen oder bestehenden Kunden neue - und auf den ersten Blick bessere - Produkte zu verkaufen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Zinssätze für Tagesgeld so niedrig wie noch nie sind, kann man vor allem dann punkten, wenn man einen höheren Zinssatz in Aussicht stellt. Bessere Zinsen gibt es in eigentlich immer nur für Neukunden und nur für eine bestimmte Laufzeit - so in der Regel für die ersten sechs Monate. Danach gibt es wieder den normalen (und mit Sicherheit viel niedrigeren) Zinssatz.

Das heißt, bevor man sich für ein derartiges Angebot - das auf den ersten Blick recht attraktiv wirkt - entscheidet, sollte man sich mit der Frage befassen, wie hoch der reguläre Zinssatz ausfällt.

Fallen Gebühren an?

Ein weiterer Punkt, der nicht außer Acht gelassen werden darf - die Gebühren. In der Regel sind die Tagesgeldkonten kostenlos - das heißt, von Seiten der Banken werden keine Kontoführungsspesen oder sonstige Gebühren in Rechnung gestellt. Dennoch ist es wichtig, dass man sich im Vorfeld mit den Bedingungen befasst. Muss nebenbei etwa ein anderes Produkt bei dem Anbieter abgeschlossen werden, um ein kostenloses Tagesgeldkonto eröffnen zu können?

Zudem ist es wichtig, dass man sich auch mit der Frage befasst, wie es um die Sicherheit bestellt ist. In der Regel gilt die Einlagensicherung (100.000 Euro/Kunde). Ist man Kunde von einer Bank, die sich außerhalb der Europäischen Union befindet, ist im Vorfeld zu klären, ob es einerseits eine Einlagensicherung gibt und wenn ja, wie hoch diese ausfällt.

Sicher, aber nicht empfehlenswert - immer mehr Anleger suchen nach Alternativen

Das Tagesgeld stellt eine der sichersten Varianten für den Sparer dar. Jedoch muss an dieser Stelle aber erwähnt werden, dass es sich um die wohl unattraktivste Möglichkeit handelt, wenn es darum geht, sein Geld gewinnbringend anlegen zu wollen. Aufgrund der Tatsache, dass die derzeitigen Zinssätze bei weit unter 1,0 Prozent liegen, ist es de facto unmöglich, mit einem Tagesgeldkonto ein Vermögen aufzubauen.

Somit ist es auch nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Sparer für Alternativen - so etwa Aktien oder auch Fonds - interessieren. Diese Veranlagungen sind zwar riskanter, bringen jedoch weitaus höhere Gewinne mit sich.

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