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Geschrieben von forextotal am 11. April 2017

Euro beendet Talfahrt

Nach einem anhaltenden Abwärtstrend seit Ende des Monats März ging es für die europäische Gemeinschaftswährung Euro am heutigen Dienstag endlich wieder aufwärts. Zaghaft zunächst tastete sich der Kurs von EUR/USD seit dem Vormittag bis 1,0617 USD, wo er vorerst auf Widerstand stieß. Nicht etwa die optimistischen Zahlen des jüngsten ZEW-Index verliehen dem Euro neue Kraft - von ihnen ließen sich die Anleger nicht beeindrucken. Stattdessen waren es die neuesten Umfrageergebnisse aus Frankreich, die über das Geschehen am Devisenmarkt bestimmten.

Anleger schauen nach Frankreich

Nicht zuletzt der Brexit sowie die Wahlen in den Niederlanden haben deutlich gezeigt: Die derzeitige politische Lage Europas sowie die Gefahr für die Union, die von rechtspopulistischen Parteien ausgeht, bewegen die Anleger an den Finanzmärkten. Mit Blick auf die kommenden Wahlen in Frankreich droht der Front National mit Front-Frau Marine Le Pen die Zukunft Frankreichs in der Europäischen Union in Frage zu stellen.

Kein Wunder also, dass die tagesaktuelle Nachrichtenlage zur anstehenden Präsidentschaftswahl direkte Auswirkungen auf den Kurs des Euros haben. Jüngst veröffentlichte Umfrageergebnisse bekräftigen den Vorsprung des pro europäisch ausgerichteten Kandidaten Emmanuel Macron. Erleichterung macht sich unter den Marktteilnehmern breit, die sich unmittelbar am Kurs von EUR/USD ablesen lassen: er stieg von 1,0584 USD am Vormittag bis auf 1,0617 am Vormittag an.

ZEW-Index sorgt für Überraschung

Weit weniger Beachtung unter den Anlegern fand die Veröffentlichung des ZEW-Konjunkturindex. Dabei offenbaren die Zahlen der Finanzexperten erstaunliches: Ihre Zukunftsaussichten übertreffen bisherige Erwartungen um Längen. Der entsprechende Teilindex hatte den größten Anstieg zu vermelden. Von 12,8 auf 19,5 Punkte schnellte die Zukunftserwartung in die Höhe. Damit erreichten sie ihr höchstes Niveau seit dem Jahr 2015.

Gestützt werden diese Zahlen von einer grundsoliden Lagebeurteilung. Sie stieg im April ebenfalls an, von 77,3 auf 80,1 Zähler. Im Vorfeld wurde lediglich ein Anstieg auf 77,5 Punkte erwartet. Wirtschaftsentwicklung sowie Wachstumsperspektive im Aufwind - damit ist auf ein rosiges zweites Quartal für die deutsche Wirtschaft zu hoffen.

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