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Geschrieben von forextotal am 17. Juni 2016

Unklare Signale von der Fed

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In der zurückliegenden Handelswoche stand wieder einmal die amerikanische Federal Reserve Bank im Zentrum der Aufmerksamkeit. Zwar rechnete niemand an den internationalen Finanzmärkten ernsthaft damit, dass sich die Notenbanker zu einem neuerlichen Zinsschritt durchringen könnten. Doch man hoffte auf Signale, einen Fingerzeig, wie es in Zukunft weiter gehen könnte. Doch die Pressekonferenz mit Janet Yellen wollte diese Erwartungen kaum erfüllen - die Fed-Chefin zeigt sich weiter ausgesprochen vorsichtig.

Angst vor dem Brexit

Eines scheint zum aktuellen Zeitpunkt zumindest klar - sollte es in naher Zukunft einen Zinsschritt geben, fiele dieser sehr moderat aus. Mehr scheint sich die US-amerikanische Notenbank Fed aktuell nicht zuzutrauen. Einstimmig fiel denn auch die Entscheidung der stimmberechtigten Mitglieder des Offenmarktausschusses aus, den Leitzins einmal mehr nicht zu erhöhen und ihn stattdessen auf seinem aktuellen Niveau zwischen 0,25 und 0,5% zu belassen.

Für die akute Unentschlossenheit der Notenbanker lassen sich stichhaltige Argumente ins Feld führen, besonders das Bedrohungsszenario Brexit bereitet der Zentralbank Kopfzerbrechen. Schließlich wären die Folgen eines Ausstiegs Großbritanniens aus der EU für die amerikanische Wirtschaft unberechenbar.

Wahlkampf als Bühne der Geldpolitik

Weiterhin halten die Notenbanker jedoch an ihrem Ziel fest, im Jahr 2016 zwei Zinsschritte wagen zu wollen. Der erste von ihnen soll noch in diesem Sommer erfolgen, für die Anleger an den Devisenmärkten bleibt das Thema Federal Reserve Bank also spannend.

Bereits im Juli könnte es theoretisch soweit sein, die Zentralbanker stehen weiterhin hinter dem eingeschlagenen Pfad, die amerikanische Zinspolitik Schritt um Schritt zu straffen. Vor dem Hintergrund des anstehenden Wahlkampfes um das Amt des Präsidenten dürfte die Frage der Geldpolitik auch die Politik beschäftigen. Bis Ende 2016 könnte der Leitzins so auf 0,875% ansteigen.

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