Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 6. November 2015

Euro fällt ins Bodenlose

Europa und der Euro

Starke Zahlen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt bestärkten heute die Hoffnungen der Anleger: Die Zinswende durch die Fed steht unmittelbar bevor. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass erste Schritte bereits im Dezember unternommen werden könnten. Gegen solche Aussichten ist die europäische Gemeinschaftswährung völlig machtlos. Hierzulande stehen zum Jahresende gar Ausweitungen der QE-Maßnahmen an, die Kluft zwischen EZB und Fed wird größer.

Eindeutige Signale vom Arbeitsmarkt

Bereits die Vorboten der heutigen Veröffentlichung des US-Arbeitsministeriums fielen optimistisch aus. Am Mittwoch publizierte der private Dienstleister ADP solide Zahlen zur Beschäftigung im Privatsektor. Heute konnten die offiziellen Daten die Erwartungen der Marktteilnehmer noch übertrumpfen.

Im Monat Oktober gelang es der amerikanischen Wirtschaft 271.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft zu schaffen. Erwartungen gingen im Vorfeld von gerade einmal 185.000 neuen Arbeitsplätzen aus. Damit präsentierte sich der Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten so robust wie lange nicht. Die Stundenlöhne stiegen stetig und auch die Arbeitslosenquote hat inzwischen ihr Vorkrisenniveau erreicht.

Druck auf Gemeinschaftswährung steigt

Nur wenige Sekunden nach der Bekanntgabe gab es für den Euro bereits kein Halten mehr. Der Kurs des Währungspaars EUR/USD, in dieser Woche ohnehin schon angeschlagen, stürzte bis auf ein Tief bei 1,0718 USD. Zum Jahresende hin dürfte sich die Lage der Gemeinschaftswährung sogar noch verschärfen: Experten rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von über 50%, dass die Zinswende noch im Dezember erfolgen wird. Äußerungen von Fed-Mitgliedern in den vergangenen Tagen lassen denselben Schluss zu. Mario Draghi hingegen plant für seine EZB eine Ausweitung der QE-Maßnahmen, die den Euro noch weiter schwächen werden.

Schreibe einen Kommentar

Impressum