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Geschrieben von forextotal am 24. August 2015

China treibt Euro zu neuen Höhen

Europa und der Euro

Helle Aufregung bestimmt gleich zu Beginn der aktuellen Woche die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. Yen und Euro schnellen nach oben, während ein neuer Kursrutsch im chinesischen Aktienmarkt Angst und Schrecken unter den Anlegern verbreitet. Jetzt ist es offiziell: Das Wachstum der riesigen Volkswirtschaft droht zu stagnieren, die Marktteilnehmer kehren in der Folge riskanten Anlagen den Rücken. USD/JPY erreichte bei 120,73 JPY ein Eineinhalb-Jahrestief und notierte zwischenzeitlich mit 118,33 JPY. EUR/USD kletterte am Nachmittag auf ein Siebenmonatshoch bei 1,1711 USD.

Die Blase ist geplatzt

Um mehr als 8% stürzten die Aktienwerte Chinas in der Nacht zum Montag in die Tiefe, sämtliche Gewinne des Jahres sind verloren. Spätestens als Peking davor zurückschreckte, neue Maßnahmen zur Stabilisierung der Märkte zu ergreifen, war der neuerliche Absturz besiegelt. Erst in der letzten Woche verzeichneten die chinesischen Aktien verheerende Verluste um 11%.

Seit der Abwertung des Yuans vor zwei Wochen treibt die Anleger Ängste um, dass sich die Konjunktur des Landes stärker verlangsamt haben könnte als bislang angenommen. Zahlen vom vergangenen Freitag untermauerten diese Befürchtungen von offizieller Seite: Seit über sechs Jahren ist das produzierende Gewerbe Chinas nicht mehr so stark geschrumpft wie in diesem August.

US-Dollar im Tiefflug

Als großer Verlierer der jüngsten Entwicklungen geht der Greenback hervor, der US-Dollar-Index schrumpfte heute auf 94,30 zusammen. Die amerikanische Währung galt in Erwartungen auf eine Anhebung der Leitzinsen als überbewertet und gerät jetzt umso stärker unter Druck. Aufgrund der eskalierten Situation in China und der damit verbundenen Sorgen um die globale Konjunktur rechnen die Anleger mit einer Verzögerung der Zinswende durch die Federal Reserve Bank. Obwohl der Dollar also vorerst im Wert verliert, wird voraussichtlich noch über Monate billiges Geld in einen Finanzmarkt fließen, der einmal wieder eine Blase geschaffen hat, die die Weltwirtschaft ins Wanken bringt.

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