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Geschrieben von forextotal am 31. März 2015

Griechenlandstreit schickt Euro auf Talfahrt

Europa und der Euro

Die eingetrübte Anlegerstimmung gegenüber dem Euro beschert der europäischen Gemeinschaftswährung zum Wochenbeginn einen rasanten Kurssturz. Aktuell steht besonders der anhaltende Zwist zwischen der neuen griechischen Regierung und seinen Geldgebern im Fokus der Devisenmärkte. Während des europäischen Vormittags erreichte das Währungspaar EUR/USD bei 1,0714 USD seinen tiefsten Stand der vergangenen Handelstage. Inzwischen hat sich der Kurs leicht gefangen und notiert bei 1,0746 USD.

Keine Einigung in Sicht

Entschlossen reagierten die Marktteilnehmer auf die Nachrichtenlage am gestrigen Montag, nach der die neuen Verantwortlichen in Athen erneut zu keiner Übereinkunft mit den Gläubigern des Landes gelangt sind. Zur Debatte stand die Ausarbeitung eines Programms von Wirtschaftsreformen, die Griechenland langfristig aus der Verschuldung führen sollen. Dem Land droht in den kommenden Wochen die Zahlungsunfähigkeit, sollte der Regierung keine Einigung mit den Geldgebern gelingen.

Zum aktuellen Sturzflug im Euro trugen zudem jüngst veröffentlichte Daten bei, laut denen die Verbraucherpreise in der Eurozone während des Monats März weiter um 0,1% gefallen sind. Damit ist die Deflation trotz des umfänglichen EZB-Maßnahmenpakets noch nicht abgewendet, auch wenn der Preisverfall an Geschwindigkeit verloren hat. Die Zahlen bergen die Hoffnung darauf, dass der Inflationstiefpunkt überwunden sein könnte und es in der nahen Zukunft wieder aufwärts geht. Wie bereits in den vergangenen Monaten stieg die Kerninflation im Jahresvergleich weiter an - ein deutlicher Hinweis darauf, dass die gesunkenen Energiekosten hinter den niedrigen Verbraucherpreisen stecken.

Dollar treibt neue Hoffnung an

Ungebrochen stark bleibt unterdessen die Nachfrage nach dem amerikanischen Greenback. Der US-Dollar-Index, der die Währung anderen Leitwährungen gegenüberstellt, erreichte im Tagesverlauf bei 98,95 ein Zweiwochenhoch. Nach einer Äußerung der Notenbankchefin Janet Yellen, die sich zur bevorstehenden Zinswende bekannte, schöpfen die Anleger wieder neue Hoffnung auf eine baldige Wende in der Geldpolitik. Neue Impulse für den US-Dollar erwarten die Märkte für Freitag von den neuesten Zahlen des US-Arbeitsmarkts.

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