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Geschrieben von forextotal am 20. Januar 2015

ZEW-Index: Rosige Konjunkturaussichten

Trading-Chart

Stetig sinkende Ölpreise, günstige Zinsen und der schwache Euro: Aktuell schaffen diese drei Faktoren günstige Voraussetzungen für deutsche Unternehmen. Zusammen wirken sie wie eine Art gigantisches Konjunkturprogramm, das die Politik in dieser Form nicht auf die Beine hätte stellen können. Trotz positiver Wirtschaftsaussichten beherrscht angesichts der bevorstehenden EZB-Ratssitzung die negative Stimmung der Anleger den Kursverlauf im EUR/USD, das Währungspaar notierte im Tagesverlauf nahezu unverändert.

Vebraucher und Firmen in bester Konsumlaune

Hiesige Firmen freuen sich über den anhaltenden Preisverfall des Öls, dank der schrumpfenden Energiekosten sparen sie sich Milliarden ein. Prognosen zufolge belaufen sich die eingesparten Ausgaben für Energie bei Verbrauchern und Unternehmen gemeinsam auf etwa 30 Milliarden Euro. Das schafft den Firmen einen größeren finanziellen Spielraum für Investitionen, als es die Leitzinssenkungen bislang vermochten. Auf Verbraucherseite wiederum steigt die Konsumlaune, einer Studie der GfK zufolge ist die Kauflaune der Deutschen so gut wie lange nicht mehr. Die niedrigen Zinsen für Kredite kommen Unternehmen wie Privatpersonen gleichermaßen zugute.

Billiger Euro dient als Standortvorteil

An den Devisenmärkten mag sich die Stimmung gegenüber dem schwachen Euro weiter eintrüben, die deutsche Exportwirtschaft jedoch brummt aufgrund des geringen Wechselkurses gegenüber dem US-Dollar. Ihre Produkte sind für die ausländische Kundschaft günstiger und damit deutlich attraktiver, darüber hinaus erhalten sie für jeden eingenommenen Dollar im Tausch mehr Euro.

Im Wirkungsgrad übertreffen die drei Faktoren Euro, Ölpreis und Zinsen jedes Konjunkturprogramm aus der Politik. So belief sich im vergangenen Jahr das Wirtschaftswachstum auf 1,5% und auch für dieses Jahr gibt es ähnliche Aussichten. Der jüngst veröffentliche ZEW-Index spiegelt die aufgehellte Konjunkturperspektive von Volkswirten und Finantexperten, es gelang ihm ein Sprung um 13,5 auf 48,4 Punkte - ein Rekordhoch seit Februar 2014.

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