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Geschrieben von forextotal am 2. November 2011

Volatilität bei Aktien und Devisen

Volatilität: Average True Range (ATR)Die Volatilität bezeichnet die Schwankungsbreite von Kursen, nicht ihre Richtung. Kurse bewegen sich in Trends oder Trading-Ranges, also bestimmten Kurskorridoren. In beiden Fällen schwanken sie mehr oder weniger stark hin und her. Der Trader muss das beim Handeln berücksichtigen. Für den deutschen Leitindex DAX gibt es sogar einen eigenen Volatitilitätsindex, den VDAX. Dieser bezeichnet nicht die Richtung des Kurses, es wird lediglich angezeigt, um wie viel Prozent die tägliche, wöchentliche oder monatliche Schwankungsbreite ausfällt. Sie kann sehr gering sein, durchschnittlich oder auch sehr stark. Wenn Aktienkurse sehr stark schwanken, gehen Marktteilnehmer von einer großen Unsicherheit am Aktienmarkt aus. Der VDAX wird daher gelegentlich als "Angstindex" bezeichnet - je mehr die Kurse schwanken, desto verunsicherter, ergo ängstlicher, sind die Marktteilnehmer. Einige Trader verzichten auf das Handeln bei zu großer Volatilität, andere nutzen eben diese Schwankungen für das Handeln aus.

Im Forex-Bereich, also beim Handel von Währungspaaren, gewinnt die Volatilität eine besondere Bedeutung. Sie wird über Indikatoren gemessen und beim Trading gezielt genutzt. Der Hintergrund ergibt sich aus größeren volkswirtschaftlichen Zusammenhängen. Während man beim Aktienhandel im Grunde davon ausgehen kann, dass die Kurse steigen sollten, weil Unternehmen wachsen und Gewinne generieren, kann man das beim Währungshandel von vornherein nicht sagen. Denn wenn der Kurs einer Währung gegen eine andere im Grunde immer weiter steigen sollte, müsste ja die schwache Währung irgendwann wertlos werden - und das passiert nicht.

Die Kurse von Währungen schwanken also immer innerhalb einer bestimmten Range gegeneinander, wie groß die Schwankungsbreite auch sein mag. Sie bilden in diesem Korridor auch Trends aus, die man gezielt handeln kann, es ist jedoch davon auszugehen, dass Währungskurse um einen gewissen Mittelwert "pendeln", wenn die dahinterstehenden Währungsräume etwa gleich stark (oder schwach) sind. Und dieses Pendeln findet mit mehr oder weniger Volatilität statt. Ein Forex-Trader wird daher auf die Volatilität möglicherweise ein größeres Augenmerk legen als auf Trends. Die Volatilität wird gemessen, auf einer Zeitachse wird bestimmt, in welchem Zeitraum die Schwankung wie hoch ausfällt und welcher Trend sich daraus ableiten lässt - ob die Volatilität zu- oder abnimmt. Ein beliebter Indikator hierfür ist die Average True Range (ATR).

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