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Geschrieben von forextotal am 11. Mai 2018

Pfund legt zu nach BoE-Entscheid

Der gestrige Zinsentscheid der Bank of England ließ zahlreiche Anleger ratlos zurück. Wie erwartet wurde nicht an der Zinsschraube gedreht. Doch trotz steigender Inflation fielen die Prognosen der Zentralbank überraschend pessimistisch aus. Die Zentralbanker schätzen die akute Konjunkturschwäche jedoch als vorübergehend ein. Am Nachmittag stieß GBP/USD bei 1,3582 USD auf Widerstand.

Dovishe Töne aus der BoE

Mit einem Zinsschritt durch die Bank of England hatte im Vorfeld wohl kaum jemand noch ernsthaft gerechnet. Doch etwas mehr Mut zu einer konservativeren Geldpolitik hätte sich dann doch so manch ein Anleger gewünscht. Schließlich verbreitete zuletzt die erhöhte Inflation Optimismus an den Märkten.

Doch diesen möchte die BoE ganz klar nicht teilen. Im Gegenteil - ihre Prognosen für Inflation und Wachstum fielen unerwartet pessimistisch aus: Demnach könnte die Inflation in zwei Jahren unter die Marke von 2% fallen, das BIP-Wachstum des aktuellen Jahres schrumpft von 1,8% im Februar auf 1,4%.

Carney verweist auf zweite Jahreshälfte

Ein wenig Optimismus hatte der BoE-Chef Carney in der anschließenden Pressekonferenz denn aber doch noch übrig. Laut seiner Einschätzung ist die akute konjunkturelle Schwäche lediglich vorübergehend. Bereits im zweiten Halbjahr könnte der Wachstumstrend wieder nach oben drehen.

Einige Anleger bleiben da jedoch vorsichtig. Sie sehen die Stabilität des Arbeitsmarkts durch das schwache Wirtschaftswachstum bedroht. Sollte sich hier die Situation tatsächlich verschlechtern, dürfte es auch mit einem Zinsschritt gegen Jahresende nichts werden.

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