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Geschrieben von forextotal am 29. Juli 2022

Inflation in Deutschland immer noch hoch

Aufgrund der hohen Inflationsrate haben die Deutschen kaum noch Geld übrig, das sie in Ersparnisse stecken können. Eine der gängigsten Strategien, Geld zur Seite zu legen und zu investieren, wird demnächst wieder besser verzinst, was sie noch attraktiver machen dürfte. Aber bis die Zinsen für klassische Anlagen wieder merklich steigen, dürfte es noch etwas dauern.

Lieferunterbrechung

Außerdem sollen die Gasversorger die Erlaubnis erhalten, die gestiegenen Kosten ihrer kurzfristigen Alternativen für die Lieferungen, die Russland aufgrund der Lieferunterbrechung nicht erbringen kann, zumindest zum Teil weiterzugeben. Dies geschieht durch schrittweise Kostenerhöhungen in den bestehenden Lieferverträgen, die dann in die jährliche Rechnung einfließen, die nach Abschluss der Heizsaison verschickt wird. Die Kombination der beiden Auswirkungen führt zu erheblichen Mehrausgaben, die sich auf mehrere hundert Euro belaufen dürften. Es ist wahrscheinlich, dass die Inflation dadurch auch im nächsten Jahr stark anhält.

Preiserhöhungen

Diese Art von Preiserhöhungen reißt eine erhebliche Delle in die Budgets vieler verschiedener Haushalte. Gleichzeitig sind die Wohnungspreise für viele Polen in die Höhe geschnellt, was die Situation noch weiter verschärft hat. Der Grund dafür ist, dass das Mieten in Polen nicht sehr verbreitet ist. Menschen, die ein eigenes Haus besitzen, machen 84,2 Prozent der Bevölkerung aus (in Deutschland: 51,1 Prozent). Aufgrund der hohen Inflationsrate müssen Familien, die ihren Hauskauf mit einem Kredit finanziert haben, jetzt Zahlungen an die Bank leisten, die fast doppelt so hoch sind wie die Zahlungen, die sie im letzten Herbst geleistet haben. Das liegt daran, dass die Zinssätze in Polen in der Regel an die Inflationsrate angepasst werden, während es in Deutschland zum Beispiel üblich ist, die Zinsen für zehn Jahre festzuschreiben.

Dienstleistungen

Die historisch hohe Inflationsrate in Deutschland ist im Juli den zweiten Monat in Folge leicht gesunken und setzt damit einen Trend fort, der im Juni begann. Nach einer vorläufigen Schätzung des Statistischen Bundesamtes sind die Preise für Waren und Dienstleistungen im vergangenen Jahr um durchschnittlich nur 7,5 Prozent gestiegen. Im Mai lag die jährliche Inflationsrate bei 7,9 Prozent und blieb auch im Juni auf diesem Niveau, als sie 7,6 Prozent betrug.

Kerninflationsrate

Die Kerninflationsrate, bei der die volatileren Kosten für Rohstoffe wie Energie, Lebensmittel und Luxusgüter herausgerechnet werden, stieg von 3,7 auf 4 Prozent. Erneut wiesen die drei baltischen Republiken die höchsten Inflationsraten im Währungsraum auf, die im Durchschnitt bei über 20 Prozent lagen. Die Inflationsrate in Deutschland wurde im Vergleich zu den europaweit verwendeten Kriterien mit 8,5 Prozent ermittelt.

Inflationsziel

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erst vor etwas mehr als einer Woche zum ersten Mal seit elf Jahren ihre Leitzinsen erhöht. Obwohl ihr Inflationsziel von zwei Prozent schon seit geraumer Zeit deutlich überschritten ist, hat die Europäische Zentralbank (EZB) später reagiert als andere Zentralbanken, obwohl es schon seit einiger Zeit deutlich überschritten war.

Versorgungsengpässen

Die Inflation wird auch durch Variablen verschärft, auf die sie keinen Einfluss hat, wie den aggressiven Konflikt Russlands in der Ukraine, der die Energiepreise in die Höhe treibt. Die anhaltend strengen Abriegelungen in China stören weiterhin die globalen Lieferketten, was wiederum zu Versorgungsengpässen und letztlich zu höheren Kosten führt.

Verschwörungstheoretiker

Wenn sowohl die Benzinpreise als auch die Inflation weiter steigen, ist es möglich, dass viele Menschen auf die Straße gehen werden. Rechtsextreme und Radikale sowie Verschwörungstheoretiker organisieren sich bereits.

Inflationsrate

Seien Sie wachsam und behalten Sie die Lage stets im Auge. Sie kennen die Inflation in Ihrem Land, weil Sie sich mit Statistiken auskennen. Es ist möglich, dass Ihre persönliche Inflationsrate weitaus höher ist als diejenige, die öffentlich angegeben wird. Ihre Methode ist in keiner Weise anfällig für Täuschungen.

Energiekosten

Vor allem die Energiekosten sind seit Beginn des Konflikts in der Ukraine erheblich gestiegen, was die Inflation stark anheizt. Die Preise für verschiedene Formen von Energie waren im Juli 2022 um 35,7% teurer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Juni 2022 wurde eine Inflationsrate von 38 Prozent gemessen; im Vergleich zum Vormonat war hier jedoch ein leichter Rückgang der Inflationsrate zu verzeichnen.

Verbraucherpreisindex

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI), der von der Europäischen Union (EU), der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bundesbank verwendet wird, sagt für diesen Juli eine Inflation von 8,5 Prozent für Deutschland voraus. Nach dem vom Statistischen Bundesamt geführten Verbraucherpreisindex (VPI) gab es im Juli einen Anstieg von 0,9 Prozent im direkten Vergleich zum Vormonat Juni, nach dem HVPI einen Anstieg von 0,8 Prozent. Beide Berechnungsansätze liefern nun recht unterschiedliche Ergebnisse. Der harmonisierte Index spielt eine entscheidende Rolle für die Europäische Zentralbank und die von ihr verfolgte Geldpolitik.

Energiewirtschaft

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes sind die Verbraucherpreise im Freistaat seit Juli 2021 um 8,0 Prozent gestiegen, was darauf hindeutet, dass sie sich weiterhin auf einem recht hohen Niveau befinden. Die jährliche Inflationsrate lag im Juni bei 7,9 Prozent. Die Kosten für Heizöl sind um 112,8 Prozent gestiegen und damit deutlich teurer geworden. Auch die Kosten für Benzin stiegen in diesem Zeitraum um 24,4 Prozent. Obwohl der Preisdruck im Juli 2022 nicht von der Energiewirtschaft ausging, lag die Inflationsrate immer noch bei satten 6,5 Prozent. Vor allem die Kosten für Lebensmittel stiegen um beachtliche 14,0 Prozent.

Zinserhöhungen

Die aktuelle Inflationsrate in den Vereinigten Staaten liegt bei 9,1 Prozent. Mit der deutlichen Anhebung der Zinssätze arbeitet die Federal Reserve der Vereinigten Staaten auf ihr Ziel hin, die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Wie schon im Juni hob die Federal Reserve in der vergangenen Woche ihre Leitzinsen um 0,75 Prozentpunkte an. Nach diesen beiden verheerenden Schlägen liegt der Leitzins, der zur Festlegung der Geldpolitik verwendet wird, derzeit bereits innerhalb der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die Federal Reserve hat weitere Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen.

Neun-Euro-Ticket

Andererseits ist es nicht schwer, sich vorzustellen, dass dies nicht so bleiben wird. Im September werden die Rabatte auf das Neun-Euro-Ticket und die Steuer auf Kraftstoff wegfallen. Daher ist es durchaus möglich, dass die Inflation über acht Prozent liegen wird. Einige Ökonomen halten es sogar für denkbar, dass der Preisanstieg in Deutschland die 10-Prozent-Marke erreicht. Erst um den Jahreswechsel herum wird es wahrscheinlich zu einem Rückgang kommen, und zwar aufgrund des so genannten Basiseffekts: Die Preisbasis im Vergleichsmonat des Vorjahres wird immer höher, so dass der Anstieg nicht mehr so stark ist. Dies liegt daran, dass die Preisbasis im Vergleichsmonat des Vorjahres immer höher wird.

Bundesrepublik

Es gibt weit verbreitete Spekulationen, dass die Inflationsrate in der Bundesrepublik zwischen 7 und 8 Prozent liegen wird. Es bleibt abzuwarten, ob der Versuch, die Inflation durch eine Erhöhung der Zinssätze (mit einer monetaristischen Maßnahme) zu bekämpfen, wie es die Europäische Zentralbank getan hat, eine brauchbare Strategie ist oder nicht.

Inflationsbeobachtung

Nach den Ergebnissen einer Untersuchung des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturpolitik (IMK) wird die übermäßige Inflation immer schneller zu einem gesellschaftlichen Problem. Dazu berechnet es im Rahmen seiner regelmäßigen Inflationsbeobachtung, wie verschiedene Familien von den steigenden Preisen betroffen sind. So stiegen die Kosten für Familien mit geringem Einkommen im Monat Juni um 8,5%. Für Alleinstehende mit hohem Einkommen lag der Anteil jedoch nur bei 6,3 Prozent, und für Familien insgesamt bei 7,6 Prozent. Familien mit zwei Kindern und Alleinerziehende, die jeweils ein mittleres Gehalt beziehen, waren mit einer Inflationsrate von 8,1 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich stark betroffen. Diese Rate war höher als die durchschnittliche Inflationsrate.

Bevölkerungsschichten

Die Inflation wirkt sich unverhältnismäßig negativ auf die einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten aus, da diese Personen praktisch ihr gesamtes Einkommen für die täglichen Ausgaben verwenden. Im Gegensatz zu den Wohlhabenden haben die Menschen in dieser Region eine geringe Neigung, Geld zu sparen.

Elektrofahrzeuge

Elon Musk ist der Ansicht, dass die hohe Inflationsrate in den Vereinigten Staaten ihr Maximum erreicht haben könnte. Einem Tweet des CEO von Tesla zufolge könnte es einen rückläufigen Trend bei der Inflation geben. Der Grund für diese Einschätzung ist, dass die Preise für die große Mehrheit der Rohstoffe, die bei der Herstellung von Elektrofahrzeugen verwendet werden, in letzter Zeit rückläufig waren.

Wirtschaftswissenschaftler

Wenn die Inflation hoch ist, sinkt der Wert des Geldes rapide. Infolgedessen haben die Menschen weniger Geld zum Sparen, was vor allem Familien mit geringem Einkommen unter Druck setzt. Wenn sich die Inflation im System festsetzt, stellt sie ein erhebliches Risiko für die Fähigkeit der Wirtschaft dar, ihr Gleichgewicht zu halten. Aus diesem Grund sind die Zentralbanken sehr wachsam.

Am Mittwoch hat die Federal Reserve der Vereinigten Staaten den zweiten Tag in Folge die Leitzinsen erhöht, dieses Mal um ungewöhnlich hohe 0,75 Prozentpunkte. Vor einer Woche überraschte die Europäische Zentralbank (EZB) den Markt mit einer Erhöhung der Leitzinsen um 0,50 Prozentpunkte, während nur 0,25 erwartet worden waren. Eine weitere Erhöhung des Zinssatzes um 0,25 Prozent soll im September in Kraft treten. Dem Wirtschaftswissenschaftler Kramer reicht dies jedoch nicht aus. Seiner Meinung nach muss die Europäische Zentralbank mehr tun, um die Inflationsrate zu senken. Er behauptet, dass sie immer noch den Fuß auf dem Gaspedal hat, obwohl sie in letzter Zeit einen Teil des Gases abgelassen hat.

Statistikbehörde

Die Inflationsrate in der Eurozone ist im Juli schneller gestiegen als erwartet und hat erneut ein Rekordhoch erreicht. Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat stieg das Gesamtniveau der von den Verbrauchern gezahlten Preise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,9 Prozent.

Die in diesem Artikel angegebenen Informationen sollten nicht als Handelsempfehlung betrachtet werden. Stützen Sie Ihre Handelsaktivitäten auf eigene Analysen und Ihr eigenes Wissen. Unabhänig vom Artikelinhalt können Sie Ihre eigenen Trading-Aktivitäten bei einem Forex-Broker oder Smartbroker durchführen.

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