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Geschrieben von forextotal am 23. August 2022

Euro unter Dollar-Parität

Bereits gestern war der Wert eines Euro kurzzeitig niedriger als der Wert eines Dollars. Die Anleger sind besorgt über eine weitere Straffung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten. Das Problem der Gaspreise ist ein weiterer Faktor, der die Menschen von der Einheitswährung wegführt. Heute folgte dann das erneute Absacken unterhalb der Dollar-Parität.

Gemeinschaftswährung

Der Euro ist zum ersten Mal seit Mitte Juli unter den Wert eines Dollars gefallen. Ein Wechselkursverhältnis von genau eins zu eins zwischen zwei verschiedenen Währungen wird als Parität bezeichnet. Mit 0,9988 sank der Wert der Gemeinschaftswährung bereits gestern kurzzeitig um bis zu 0,5 Prozent und erreichte damit den tiefsten Stand der letzten fünf Wochen.

Zinssätze

Die jüngsten Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten waren recht positiv und deuten darauf hin, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten weiterhin gesund sein wird. Damit erweitert sich der Spielraum der Fed für deutliche Zinserhöhungen. Im Kampf gegen die steigende Inflation wird allgemein erwartet, dass die Zinssätze in den Vereinigten Staaten aggressiver angehoben werden als in der Eurozone. Dies verschafft dem Dollar beim Handel mit dem Euro einen Vorteil.

Gasverknappung

Die Finanzmärkte sind allgemein pessimistisch gestimmt, und es besteht die Möglichkeit, dass es in der Eurozone bald zu einer Gasverknappung kommt. Dies führte am Montag dazu, dass der Euro unter die Parität zum Dollar fiel. Ein Wechselkursverhältnis von genau eins zu eins zwischen zwei verschiedenen Währungen wird als Parität bezeichnet. Darüber hinaus gab es in letzter Zeit Anzeichen dafür, dass die US-Notenbank in naher Zukunft die Zinsen wieder deutlich anheben würde. In der vergangenen Woche wirkten sich diese Faktoren positiv auf den Wert des Dollars aus, während sie sich negativ auf den Euro auswirkten.

Währungseinheit

Am Dienstag erreichte der Wert des Euro gegenüber dem US-Dollar den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahrzehnten. Im Laufe des Vormittags sank der Wert einer Währungseinheit zu verschiedenen Zeitpunkten auf 0,9901 US-Dollar. Dies ist der niedrigste Stand, der seit 2002 verzeichnet wurde. Zur Mittagszeit zeigte der Euro Anzeichen einer Erholung und wurde zu einem Kurs von 0,9922 Dollar gehandelt. Am Montagnachmittag hatte die Europäische Zentralbank den Referenzkurs zuletzt auf 1,0001 Dollar festgesetzt.

Zinserhöhung

Der US-Dollar hat in der vergangenen Woche infolge robuster Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten und Anzeichen für eine weitere deutliche Zinserhöhung durch die US-Notenbank zugelegt. Dies hat wiederum Druck auf den Euro ausgeübt. Da man davon ausgeht, dass die Zinssätze in den Vereinigten Staaten aggressiver angehoben werden, um eine übermäßige Inflation zu bekämpfen, als in der Eurozone, hat der Dollar Vorteile gegenüber dem Euro.

Kryptowährungsmarkt

Der Aufschwung des Kryptowährungsmarktes ist vorerst zum Stillstand gekommen: Der Wert von Bitcoin ist um fast 15 Prozent gesunken, seit er am Montag einen vorläufigen Höchststand von über 25.000 Dollar erreicht hatte, und wurde am Sonntag bei etwa 21.000 Dollar gehandelt. Laut einer Statistik des Analyseunternehmens Coinmarketcap hat der gesamte Kryptowährungsmarkt im gleichen Zeitraum 15 Prozent an Wert verloren.

Goldpreis erreicht Unterstützungszone

Die Goldpreise sind weiterhin niedrig und fallen sogar noch weiter. Inzwischen handelt der Preis pro Unze um die untere Begrenzung der Unterstützungszone, die sich zwischen 1.740 und 1.760 Dollar befindet. Vor zwei Wochen hatte der Goldpreis versucht, die wichtige Marke von 1.800 US-Dollar zu überwinden, war aber gescheitert. Die neue Entwicklung scheint nicht sehr gut mit den Jahreszeiten übereinzustimmen. Die Sommer- und Herbstsaison sind oft die besten Zeiten für Goldkäufe. Doch in diesem Jahr scheint alles anders zu sein. Der Goldpreis wird von der US-Notenbank beeinflusst, von der allgemein erwartet wird, dass sie ihre nächste Zinsentscheidung im September treffen wird.

Sommerrally endet

In den letzten Tagen war der Dollar wieder einmal ein Faktor in der Gleichung, diesmal als zusätzliches Gewicht. Nach einer Phase der Stagnation stieg der Wert des US-Dollars nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber anderen Währungen stark an. Der starke Dollar, die hohen Energiekosten in Europa sowie die wirtschaftlichen Sorgen um China haben dann in den letzten Tagen den Aktienmärkten geschadet, die sich dem Ende der seit neun Wochen andauernden Sommerrally zu nähern scheinen.

Die in diesem Artikel angegebenen Informationen sollten nicht als Handelsempfehlung betrachtet werden. Stützen Sie Ihre Handelsaktivitäten auf eigene Analysen und Ihr eigenes Wissen. Unabhänig vom Artikelinhalt können Sie Ihre eigenen Trading-Aktivitäten bei einem Forex-Broker oder Smartbroker durchführen.

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