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Geschrieben von forextotal am 5. Juli 2016

Pfund-Kurs rutscht unter 31-Jahrestief

Britisches Pfund (GBP)

Wenige Tage nach dem historischen Brexit-Entscheid der britischen Bürger gab es zunächst Hoffnung für das britische Pfund. In der vergangenen Woche ging es bis 1,3508 USD aufwärts und auch an den Devisenmärkten setzten immer weniger Anleger gegen die Landeswährung. Doch mit den positiven Nachrichten ist seit Beginn der neuen Handelswoche vorerst Schluss: Der Wechselkurs von GBP/USD knickte erneut ein und notierte zuletzt bei 1,3083 USD. Damit rutschte Sterling noch unter das 31-Jahrestief, das es nach dem ersten Brexit-Schock erreichte.

Politik verschärft Unsicherheit

Ein Blick auf die Geschehnisse an den internationalen Finanzmärkten seit dem "Leave!"-Votum der Briten genügt, um zu verstehen, weshalb sich mehr und mehr prominente Gesichter der Brexit-Befürworter von der politischen Bühne zurückziehen. Die Reaktionen von Wirtschaft und Anlegern auf das Votum bedeuten für den Inselstaat ein Desaster, zumal die politische Zukunft noch völlig im Ungewissen und damit eine Erholung in weiter Ferne liegt. Erwartungsgemäß hat der Entscheid die britische Landeswährung schwer getroffen. Machte es zunächst den Eindruck, als seien die ersten Schockwellen verklungen, rutschte ihr Wert heute noch unter das 31-Jahrestief - Tendenz weiter fallend.

Daten untermauern Anlegerängste

Hintergrund für den neuerlichen Abstieg sind jüngst vorgelegte Daten zum traditionell starken britischen Dienstleistungssektor. Der vom Forschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex bescheinigte dem Sektor einen Abstieg von 53,5 auf 52,3 Zähler. Ein hinreichendes Signal für die Teilnehmer an den Finanzmärkten, ihre Sorgen um die britische Wirtschaft bestätigt zu sehen. Tatsächlich reichten ein Großteil der Befragten ihre Antworten noch vor dem Brexit-Entscheid ein, die Verluste hätten also noch weit größer ausfallen können.

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