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Geschrieben von forextotal am 24. März 2015

Inflation kann Dollar-Abstieg nicht aufhalten

USA und der Dollar

Trotz der Veröffentlichung optimistischer Inflationsdaten aus den Vereinigten Staaten hielt die Korrekturbewegung im Kurs des US-Dollars auch am heutigen Dienstag weiter an. Die Bekanntmachung des US-Arbeitsministeriums reichte nicht aus, um die Stimmung der Anleger gegenüber dem Greenback merklich aufzuhellen, der Wechselkurs musste gegenüber wichtigen Hauptwährungen Verluste hinnehmen. So gab der US-Dollar-Index auf 96,90 nach und das Währungspaar EUR/USD notierte zeitweise über der Marke von 1,1 USD.

Inflationstief scheint überwunden

Niedrige Ölpreise hatten weltweit zu einem Einbruch der Verbraucherpreise geführt, auch die Vereinigten Staaten wurden von den verbilligten Energiepreisen getroffen. Bereits im Mai 2014 geriet die Preisentwicklung ins Stocken, doch damals bewegte sich die Inflation noch auf dem gewünschten Niveau bei 2%. Ab Juni jedoch knickte die Rate parallel zu den fallenden Ölpreisen im zweiten Halbjahr ein. Anfang dieses Jahres dann rutschte der Wert erstmalig in den negativen Bereich.

Vor dem Hintergrund des bevorstehenden Zinsentscheids der Federal Reserve Bank kommt der Inflationsentwicklung eine besondere Aufmerksamkeit zu. Verharren die Verbraucherpreise unter den Erwartungen könnte die Zentralbank dies als Signal gegen eine baldige Zinsanhebung werten. Ein zu starker Dollar würde die Preisentwicklung noch weiter ausbremsen und die wirtschaftliche Erholung gefährden. Tatsächlich aber kletterte die Rate im Februar auf 0% und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der Kurs des Dollars jedoch konnte von diesem Erfolg vorerst nicht profitieren.

Wirtschaftsdaten befördern Euro-Nachfrage

Aufwind erhält die europäische Gemeinschaftswährung dieser Tage nicht allein von der momentanen Schwäche des US-Dollars. An den Devisenmärkten hat die Nachfrage nach dem Euro wieder stark zugelegt, besonders nach der Veröffentlichung positiver Wirtschaftsdaten aus der Eurozone. Die Forschungsgruppe Markit legte ihren gesamtwirtschaftlichen Einkaufsmanagerindex vor, der in diesem Monat bei 54,1 ein 46-Monatshoch erzielte. Nach den vorgelegten Zahlen sieht die Auftragslage rosig aus und auch die Zahl der Arbeitsplätze wuchs mit Rekordgeschwindigkeit.

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