Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 15. Dezember 2017

Fed und EZB rütteln Kurse durch

Für die europäische Gemeinschaftswährung waren die letzten Tage und Stunden eine Berg- und Talfahrt: Infolge des Zinsschritts durch die Federal Reserve Bank rutschte der Greenback ab und beflügelte den Euro zunächst. Belastet wurde er daraufhin durch die Ankündigung der Europäischen Zentralbank, ihren Kurs der lockeren Geldpolitik fortzuführen. Über der Marke von 1,18 USD hält sich der Kurs heute vor allem deshalb, weil in den USA die Steuerreform Trumps wieder einmal auf der Kippe steht - ein aufregender Abschied aus der aktuellen Handelswoche.

Fed bleibt zögerlich

Wie erwartet hob die Federal Reserve Bank am Mittwoch den amerikanischen Leitzins um 0,25 Punkte auf 1,25 bis 1,5% an. Dieser dritte und letzte Zinsschritt des Jahres war von den Märkten erwartet und bereits im Vorfeld eingepreist worden. Dennoch rutschte der US-Dollar-Index von einem Monatshoch auf 93,47 ab - was war passiert?

Die Anleger zeigten sich enttäuscht über die vorsichtige Prognose der Zentralbank. Auch im kommenden Jahr beschränkt sich die Fed auf drei Zinsschritte - an den Märkten spekulierte man auf vier. Außerdem erwartet die Bank, dass die Inflation auch weiter unter ihrem Zielwert verbleiben wird.

EZB hält an Nullzinspolitik fest

Enttäuschung machte sich auch am Donnerstag auf der anderen Seite des Atlantik breit: Die Europäische Zentralbank fegte alle Hoffnungen auf eine Zinswende vom Tisch. Sie beließ den Leitzins auf seinem Rekordtief und kündigte eine Fortsetzung der Anleihenkäufe an. Sogar von einer möglichen Ausweitung der Anleihenkäufe war die Rede, schließlich rechnet man auch hierzulande, das Inflationsziel im kommenden Jahr nicht zu erreichen.

Nachdem der Kurs von EUR/USD zuvor bis auf ein Hoch bei 1,1842 USD kletterte, sorgte die EZB-Ankündigung für eine prompte Trendwende. Bei 1,1766 USD stieß der Euro auf Unterstützung und pendelte sich heute bei 1,18 USD ein. Rückenwind erhält er von einem geschwächten US-Dollar, dem erneute Diskussionen um die Steuerreform in den USA zu schaffen machen. Zwei Senatoren der Republikaner schlugen Änderungen an dem Gesetzentwurf vor.

Schreibe einen Kommentar

Impressum