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Geschrieben von Tobias Selb am 7. Januar 2016

China-Crash beflügelt Euro

Europa und der Euro

Chaos am chinesischen Aktienmarkt versetzte die internationalen Finanzmärkte an diesem Donnerstag in Angst und Schrecken. Doch die europäische Gemeinschaftswährung ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Sie trotzte der Negativstimmung und zog im Tagesverlauf erneut deutlich über die Marke von 1,08 USD. Tatsächlich könnte die Währung von der aufkeimenden Risikoaversion der Marktteilnehmer profitieren.

US-Dollar auf Talfahrt

Während all die anderen Hauptwährungen unter dem Schock, ausgelöst von einem erneuten Crash am chinesischen Aktienmarkt, ächzen, zieht die gesamteuropäische Währung kräftig an. Verlierer des Tages waren hingegen die Währungen von Ländern mit höheren Leitzins, allen voran der australische Dollar.

Doch auch der US-Dollar knickte unter dem Druck der Geschehnisse ein. Für die Federal Reserve Bank könnten die Entwicklungen in China langfristige Folgen nach sich ziehen. Vorerst jedenfalls scheinen die Zinsfantasien der Märkte verpufft, der Greenback präsentierte sich zunehmend geschwächt. Nachhaltig wirkte sich zudem die Veröffentlichung eines ernüchternden Fed-Protokolls am gestrigen Abend aus, das der Gemeinschaftswährung kräftigen Auftrieb verlieh. Aus dem Dokument geht klar hervor, dass einige Währungshüter befürchten, die Inflation könne auf ihrem Niedrigniveau verharren.

Frische Zahlen aus der Eurozone

Noch weitere Überraschungen hielt dieser Donnerstag für den Euro bereit. Am Vormittag publizierte Zahlen belegten einen Anstieg der Auftragseingänge für die deutsche Industrie um 1,5%, dieser übertraf die Erwartungen der Analysten um Längen.

Für den heutigen Erfolg der Währung trugen außerdem jüngste Zahlen aus der Eurozone bei. Laut diesen schrumpfte die Arbeitslosenrate der EU-Länder auf ihren niedrigsten Stand innerhalb der letzten vier Jahre zusammen. Allgemein präsentierte sich die Wirtschaft im Dezember bester Stimmung.

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