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Geschrieben von forextotal am 17. Dezember 2015

Nach Zinswende: Euro im Abwind

Europa und der Euro

Es war ein harscher Absturz für den Euro am gestrigen Abend, doch damit war wohl zu rechnen: von seinem Tageshoch bei 1,0994 USD schnellte der Kurs steil abwärts bis er vorläufig bei 1,0899 USD auf Unterstützung traf. Im Tagesverlauf dieses Donnerstags ging es für die gesamteuropäische Währung sogar noch weiter abwärts, wenn auch nicht mehr mit einem ganz so rasanten Tempo. Nach einem Tief bei 1,0835 USD handelte EUR/USD zuletzt bei 1,0852 USD.

Fed beschreitet neue Pfade

Sanft fiel die Zinswende aus, aber sie ist endlich da. Nach neun Jahren zog die Federal Reserve Bank am gestrigen Abend schließlich doch noch den Leitzins an - in diesem ersten Schritt auf 0,25 bis 0,5%. Damit verhielt sich alles so, wie es im Vorfeld von den Analysten vorhergesagt wurde, eine Enttäuschung blieb also aus.

Naturgemäß reagierte der US-Dollar mit einem kräftigen Kurssprung und auch die internationalen Aktienmärkte verzeichneten einen satten Gewinn. Den Aktienanlegern ging es am Ende nur noch darum, endlich zu einer klaren Linie in der Geldpolitik zurückzukehren. Die Verluste durch den Zinsschritt waren längst eingepreist.

Ifo-Index gibt nach

Doch als ob das noch nicht genug schlechte Nachrichten waren für die europäische Gemeinschaftswährung offenbarte die heutige Veröffentlichung des neuesten Ifo-Index trübe Stimmung in deutschen Firmen. Zwar fielen die Verluste für den Geschäftsklimaindex nur milde aus, sie spiegeln jedoch eines klar wieder: Der Anschlag von Paris hat Spuren hinterlassen in der Geschäftswelt.

Von 109,0 Punkten im November zog sich der Index im Dezember auf 108,7 Zähler zurück, erwartet wurde ein unveränderter Wert. Dabei war es in erster Linie die aktuelle Geschäftslage, die sich nach Meinung der befragten Unternehmen eintrübte.

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