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Geschrieben von forextotal am 8. Oktober 2015

Pfund fällt nach BoE-Zinsentscheid

Britisches Pfund (GBP)

Im Vorfeld des heutigen Zinsentscheids der Bank of England waren die Erwartungen hoch: Zahlreiche Marktteilnehmer glaubten fest an eine bevorstehende Anhebung des Leitzinses durch die Notenbank. Entsprechend stieg das Pfund am Vormittag erwartungsfroh bis auf einen Spitzenwert von 1,5371 USD an. An diesem Donnerstag jedoch wurden die Zinsfantasien vorerst enttäuscht, GBP/USD rutschte in der Folge bis auf ein Tief bei 1,5269 USD ab.

BoE verweist auf nächstes Jahr

Seit 2009 bereits liegt der Leitzins der BoE auf seinem Niedrigniveau von 0,5%. Daran sollte auch dieser Donnerstag nicht rütteln, so beschlossen es mit überwältigender Mehrheit die britischen Währungshüter. Acht von neun Ratsmitgliedern sprachen sich für die Beibehaltung des aktuellen geldpolitischen Kurses aus. Für die Weiterführung des Vermögenswerte-Kaufprogramms mit einem Umfang von rund 375 Mrd. GBP stimmten sogar alle Stimmberechtigten einhellig.

Über den künftigen Kurs der Zentralbank soll die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Inselstaats entscheiden. Als Ausblick verwiesen die Notenbanker auf die Mitte des kommenden Jahres als frühesten Termin für erste Zinsschritte.

Warten auf die Fed

Analysten gehen davon aus, dass sich die BoE an der Federal Reserve Bank orientieren und nicht vor den Amerikanern an der Zinsschraube drehen wird. Laut den jüngsten Daten aus Großbritannien jedenfalls ist die Wirtschaft des Landes für eine Zinswende gewappnet. Gegen eine baldige Anhebung sprechen jedoch die Turbulenzen an den chinesischen und europäischen Aktienmärkten sowie die global sinkenden Energiepreise.

Neue Impulse für den weiteren Verkauf des Währungskurses dürfte die bevorstehende Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls liefern, von der sich die Marktteilnehmer neue Hinweise auf die künftige Geldpolitik der amerikanischen Notenbank erhoffen. Für die Mehrheit der Anleger an den Finanzmärkten scheint inzwischen klar, dass die globalen Umstände kaum den richtigen Rahmen für erste Zinsschritte in diesem Jahr bieten. Diese Ernüchterung lässt sich deutlich am Kurs des US-Dollars ablesen, der bereits seit einigen Tagen merklich unter Druck steht.

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