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Geschrieben von forextotal am 7. Mai 2015

Yellen-Rede beschwingt den Greenback

Trading-Chart

Mit wenigen, bedacht gewählten Worten brachte die US-Notenbankchefin Janet Yellen die Finanzmärkte in Aufruhr. In der Folge konnte sich der US-Dollar gegenüber den anderen Hauptwährungen etwas stabilisieren. Der europäischen Gemeinschaftswährung verpasste diese Entwicklung einen kleinen Dämpfer in ihrem Aufwärtsstreben. Nachdem sie am Vormittag einen Wechselkurs von 1,1392 USD erreichte, notierte sie am Nachmittag deutlich schwächer bei 1,1270 USD.

Durchwachsene Signale vom Arbeitsmarkt

Am gestrigen Abend veröffentlichte Arbeitsmarktzahlen des amerikanischen privaten Dienstleisters ADP boten einen ernüchternden Blick in den Zustand der US-Wirtschaft. Statt auf eine Erholungsbewegung lassen die neu geschaffenen Stellen von gerade einmal 169.000 auf eine Fortsetzung des mauen Wirtschaftswachstums schließen.

Den vorgelegten Daten zum Trotz machten die heute veröffentlichten Zahlen des US-Arbeitsministeriums Hoffnung. Laut diesen ist die Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der vergangenen Woche nicht so stark gestiegen wie befürchtet. Unter den Anlegern rückte die Sorge um den amerikanischen Arbeitsmarkt deshalb in den Hintergrund und der US-Dollar-Index konnte sich bei 94,59 einpendeln.

Yellen will der Nullzinspolitik ein Ende setzen

Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung des Internationalen Währungsfonds äußerte sich die Fed-Chefin Janet Yellen verhalten zur Geldpolitik der amerikanischen Zentralbank. Wie nicht anders zu erwarten, ließ sie sich keine Angaben zu einem möglichen Zeitplan für die anstehende Zinswende entlocken. Stattdessen betonte Yellen einmal mehr, dass die Fed die Märkte nicht überrumpeln wolle und deshalb Änderungen an den Leitzinsen rechzeitig ankündigen würde.

Während sich die oberste Währungshüterin für einen Abschied von der Nullzinspolitik aussprach, fügte sie zugleich hinzu, dass sie in geldpolitischen Fragen auch nicht ungeduldig sei. Die Worte der Notenbankchefin lassen die Anleger also auch weiterhin im Dunkeln über die konkreten Pläne der Notenbank. Kaum mehr rechnen die Analysten mit einer Zinswende im Juni, angesichts der enttäuschenden Konjunkturdaten aus dem ersten Quartal sehen sie die ersten Leitzinsanhebungen frühestens im September. Yellen behielt wieder einmal alle Karten in der Hand, sie hält für sich offen, jederzeit an der Zinsschraube drehen zu können.

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