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Geschrieben von forextotal am 9. Februar 2015

Steigender Ölpreis schickt Rubel auf Erholungskurs

Trading-Chart

Nach einem über Monate anhaltenden Dornröschenschlaf erwacht dieser Tage das Leben an den russischen Aktienmärkten. Mit jedem Dollar, den das Barrel Öl in seinem Preis steigt, werden auch die Marktteilnehmer wieder optimistischer. Diese Aufbruchstimmung kommt dem Rubel zugute, der aus den Kurstiefen gegenüber US-Dollar und Euro langsam beginnt, endlich an Wert zu gewinnen. Damit beweist Russland aber vor allem eines: Seine überstarke Abhängigkeit vom Exportschlager Öl.

Wirtschaft stemmt sich aus Konjunkturtief

An den Tankstellen war es in den letzten Wochen bereits kräftig zu spüren: Der Ölpreis zieht nach seinem immensen Preisverfall wieder an. Kaum steigt der Verkaufswert für ein Barrel wieder über 50 US-Dollar, kehrt auch der Schwung an den russischen Aktienmärkten wieder ein. In den vergangenen 14 Tagen gewann der Leitindex RTS über 10% und zum Wochenbeginn waren es noch einmal 3%. Für die russische Volkswirtschaft ist und bleibt das Öl der wichtigste Exportartikel, der nicht nur über die Gewinne der Unternehmen sondern auch über den Staatshaushalt und in der Folge auch ganz direkt über den Wohlstand der russischen Bürger bestimmt.

Zeichen der politischen Versöhnung

Doch auch die politischen Umstände lassen die Börsianer in Russland derzeit wieder aufatmen. Das für Mittwoch geplante Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsidenten Francois Hollande und dem ukrainischen Regierungschef Petro Poroschenko könnte einen Ausweg aus der Isolation Russlands bieten. An den Finanzmärkten setzt man bereits im Vorfeld getroffene Kompromisse voraus, die das offizielle Treffen überhaupt erst möglich gemacht haben sollen.

Auf die Beine soll Russlands Wirtschaft schließlich mit frischem Notenbankgeld finden. Die Chefin der Zentralbank Elvira Nabiullina betonte bereits ihren Willen, die bisherige Geldpolitik fortzuführen. Damit könnten weitere Zinssenkungen einhergehen, nachdem die Bank zuletzt im Januar eine massive Absenkung ihres Leitzinses veranlasste. Für die Marktteilnehmer ist Vorsicht geboten, sollten die diplomatischen Bemühungen zwischen Europa und Russland abermals scheitern. Dies würde sowohl den Leitindex RTS als auch den Rubel in Mitleidenschaft ziehen.

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