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Geschrieben von forextotal am 22. Dezember 2014

Keine guten Vorzeichen für den Euro in 2015

Europa und der Euro

Zum Jahresende zeigt sich der Dollar-Kurs in seiner Stärke so konkurrenzlos wie nie. Am heutigen Montag behauptete er sich gegenüber allen anderen wichtigen Währungen ohne jegliche Verluste und notierte nahe seines Fünfjahreshochs. Die Spekulationen an den Devisenmärkten um eine mögliche bevorstehende Anhebung der Leitzinsen durch die Federal Reserve Bank im Jahr 2015 befeuert die Nachfrage nach dem Greenback.

Expansive Maßnahmen bremsen Euro-Gewinne aus

Dem Euro ist es auch während seiner kurzen Erholungsphase nicht gelungen, seinen Stand gegenüber der amerikanischen Währung deutlich zu verbessern. Mit einem Wert von 1,2258 USD hat er sich bereits wieder weit von den Hochs letzter Woche entfernt. Alle Zeichen sprechen dafür, dass sich dieser Abwärtstrend im Währungspaar EUR/USD wohl auch im neuen Jahr fortsetzen wird.

Während sich die Aktienmärkte noch ob der schwammigen Formulierungen der letzten Fed-Sitzung die Zukunft der amerikanischen Geldpolitik betreffend positiv gestimmt zeigen, scheint für die Devisenhändler bereits festzustehen: Die Zinswende wird 2015 kommen. Keine guten Nachrichten für den Kurs der europäischen Gemeinschaftswährung, bereitet die Europäische Zentralbank doch bereits neue expansive Maßnahmen vor. Während der DAX also in Richtung der 10.000 Punkte ausschlägt, rutscht der Wert des Euros immer weiter ab.

Schleppender Aufschwung und Konjunkturängste

Bereits seit Mai positioniert sich die Mehrheit der Finanzinvestoren entschieden gegen den Euro. Trotz Konjunkturpakete und Milliardenstimuli von der EZB will die Wirtschaft gerade in den südlichen EU-Ländern einfach nicht recht in Schwung kommen. Konjunkturängste treiben die EU-Bürger um, darüber hinaus treibt das Gespenst der drohenden Deflation sein Unwesen.

Lediglich in Deutschland hellte sich die wirtschaftliche Stimmung in den letzten Tagen merklich auf. Hier wirken sich sowohl der billigere Euro als auch die gesunkenen Ölpreise positiv auf das Exportgeschäft aus, zusammen ergeben sie eine Art Konjunkturprogramm. Hohe Beschäftigungsraten lassen zeitgleich den privaten Konsum kräftig wachsen.

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