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Geschrieben von forextotal am 18. November 2014

Konjunkturbarometer ZEW bremst Euro-Talfahrt

Europa und der Euro

Im europäischen Morgenhandel konnte die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar teils kräftige Gewinne einfahren, der Euro-Kurs erreichte ein Sitzungshoch bei 1,2540 USD. Die Märkte erlangten ihr Vertrauen in die Währung zurück, nachdem der zehnmal in Folge abgesunkene ZEW-Index, ein wichtiges Barometer für die Konjunktur in Deutschland, im November wieder einen Zuwachs notierte.

ZEW-Index sendet positive Signale

Ausgerechnet im grauen Monat November soll es also wieder aufwärts gehen mit der Wirtschaft in Deutschland. Noch im vorangegangenen Monat rutschte das Mannheimer Konjunkturbarometer um 10,5 Punkte in den negativen Bereich bei minus 3,6 Punkten ab. Endlich gibt es jetzt wieder einen Anstieg zu verbuchen, um ganze 15,1 Punkte legte der Index auf 11,5 Punkte zu. Damit gestaltet sich der Zuwachs überraschend deutlich, schließlich hatten Analysten lediglich einen Anstieg um 4,5 Punkte auf 0,9 vorhergesagt.

Zu dieser überraschenden Entwicklung trugen sicher die erst kürzlich veröffentlichten Wachstumszahlen für den Euroraum ihren Teil bei, sie lassen auf eine wirtschaftliche Stabilisierung schließen. Dennoch geben sich die ZEW-Experten in ihren Zukunftsprognosen weiterhin vorsichtig. Tatsächlich sind die durchaus ermunternden Zahlen immernoch weit entfernt vom langfristig angestrebten Mittelwert, der bei 24,4 Punkten liegt.

EZB bereitet neue Geldspritzen vor

In jedem Fall bleibt die Situation für die Wirtschaft weiterhin angespannt, in Anbetracht der aktuellen geopolitischen Krisen dürfte sich an dieser Lage auch in den kommenden Monaten nicht viel ändern. So zeigt sich denn auch die Bewertung der konjunkturellen Lage in Deutschland weitgehend unbeeindruckt, sie gewinnt magere 0,1 Punkte und steht damit bei 3,3 Gesamtpunkten.

Gute Nachrichten für die Wirtschaft Europas hatte der EZB-Präsident Mario Draghi im Gepäck, als er gestern vor dem Europäischen Parlament sprach. Der Notenbanker bekräftigte, dass die Zentralbank entschlossen sei, die stagnierende Inflationsrate mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln zu bekämpfen. Konkret kündigte er die Ausweitung des Wertpapierkaufprogramms auf Staatsanleihen an. Der DAX reagierte auf diese Ankündigung mit einem kräftigen Kursaufschwung und notierte heute wieder über der Marke von 9.400 Punkten.

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