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Geschrieben von forextotal am 28. Mai 2013

Volksbanken: Keine Spekulation mit Nahrungsmitteln

VolksbankBanken werden häufig als große unmoralische Institute angesehen, die für Profit alles tun würden. Dazu gehört unter anderem auch der Spekulationsmarkt, welcher unter Umständen die Preise bestimmter Güter in die Höhe treiben kann. Doch die Volks- und Raiffeisenbanken haben sich nun gegen die Spekulation mit Nahrungsmitteln entschieden.

Was ist die Spekulation mit Nahrungsmitteln?

Spekulationen gibt es schon seit Jahrhunderten. Die bekannteste Blase ist wohl die Tulpenspekulation in den Niederlanden in den 1630er-Jahren. Hierbei stieg in kurzer Zeit der Tulpenpreis auf ein Vielfaches seines ursprünglichen Wertes und sank nach dem Höhepunkt ebenso rapide nach unten. Da beinahe jeder niederländische Bürger an diesen Spekulationen beteiligt war, wurde der Gesamtwirtschaft ein großer Schaden zugefügt. Ähnlich funktionieren heute auch Nahrungsmittelspekulationen, nur in größerem Stil. Hierbei verkauft die Bank Derivate an die Kunden, die nun einen bestimmten Anteil an diesen Nahrungsmitteln halten. Damit das Ganze profitabel ist, muss nun der Preis des Nahrungsmittels steigen, um dieses dann nach einem Zeitraum des Haltens, wieder profitabel verkaufen zu können. Da aber hierbei nicht mit fiktiven Finanzgütern, sondern mit realen Nahrungsmitteln gehandelt wird, bedeutet dies ebenso, dass diese Nahrungsmittel für den Endverbraucher teurer werden. Häufig sind davon die ärmsten Schichten der Dritten Welt betroffen, so dass diese am meisten unter diesen Nahrungsmittelspekulationen leiden.

Ausstieg der Volks- und Raiffeisenbanken

Die Volks- und Raiffeisenbanken möchten sich nun nicht mehr an diesen Spekulationen beteiligen, um den Menschen der Dritten Welt nicht zu schaden. Sie bekennen sich öffentlich dazu, nicht auf diese Weise von dem Leid der Menschen zu profitieren. Dies ist offensichtlich eine gute Sache, denn so kann die Preissteigerung der Nahrungsmittel zumindest zu einem kleinen Teil verlangsamt werden. Dennoch äußern Kritiker, dass diese Entscheidung nicht auf moralischen, sondern eher marktwirtschaftlichen Faktoren beruht. Denn derzeit gäbe es einfach kaum eine Nachfrage nach solchen Wertpapieren. Im Endeffekt hat also der Verbraucher gesiegt, der sich nicht an diesen Geschäften beteiligen wollte.

Regulierung des Marktes

Volks- und Raiffeisenbanken machen jedoch nur einen kleinen Teil des Spekulationsvolumens aus. Größeren Einfluss haben hierbei Hedgefonds und andere Investmentbanken. Diese sollen nun nach Meinung des Foodwatch-Vorsitzenden Hille ebenfalls stärker reguliert werden. Denn nach der Deregulierung anfang des Jahrhunderts sei der Anteil der Spekulanten auf dem Rohstoffmarkt von 30% auf über 80% angestiegen.

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