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Geschrieben von forextotal am 9. August 2011

Irrationale Märkte: Gold, Silber und CHF

GoldEs ist eigentlich unglaublich wie sehr die aktuellen Nachrichten die Preise für Gold, Silber und auch den Schweizer Franken (CHF) beeinflussen. Es ist nur noch von Schuldenkrisen die Rede, egal ob diesseits oder jenseits des Atlantiks. Die Leute werden in panische Angst versetzt und flüchten sich in vermeintlich sichere Anlage wie Gold, Silber und CHF. Aber ist dies wirklich so klug? Die Preise für die Edelmetalle sind jeweils auf einem Rekordhoch, der Kurs von EUR/CHF ist nahezu ausgeglichen. Eine weitere Steigerung der Preise ist eher unlogisch, denn betrachtet man die Werte nüchtern, also ohne die Panik eines totalen Crashs, dann sind alle drei Kandidaten gnadenlos überbewertet.

In der Wirtschaft geht es auf und ab, ein grenzenloses Wachstum kann es nicht geben. So gerne auch immer in den Nachrichten die positiven Signale verkündet werden, so ungern geht man dann mit einem Abschwung um. Einer euphorischen Stimmung folgt sogleich die blanke Panik. Schnell wird schon darüber spekuliert ob alles zusammenbricht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach: keep cool. Solange es Menschen auf diesem Planeten gibt, wird es auch Bedürfnisse geben, die mittels Angebot und Nachfrage gedeckt werden müssen. Dafür wird es ein Geldsystem brauchen und ein Weltuntergang ist wenig wahrscheinlich, wenn nicht gleich ein Asteroid auf der Erde einschlägt.

Wer nun denkt, aus "Sicherheit" auf Gold, Silber und CHF setzen zu müssen, der sollte sich mal Fragen, warum die Preise hier derart hoch sind? Ist die Schweiz eine Industriemacht mit enormer Produktionsleistung? Woher kommt der Wert von Gold? Basiert er nicht auch auf Vertrauen? Denn auch Gold kann man weder essen, noch hat es einen extrem hohen technischen Nutzen. Sobald sich die Märkte in den nächsten Monaten beruhigen und die Schlagzeilen nicht mehr täglich von Schuldenkrisen dominiert sind, wird auch der Goldpreis wieder fallen und der Franken seine Stärke verlieren. Der vermeintlich sichere Hafen hat dann eine Menge Geld gekostet, wenn man wie ein Lemming erst jetzt eingestiegen ist.

Lustigerweise sind es immer die kleinen Anleger, die in Hochzeiten zu spät einsteigen und in Krisenzeiten viel zu spät aussteigen, bzw. ihr Geld unrentabel "absichern" wollen. Auch am Finanzmarkt ist es meist gut zu antizipieren, denn Trends wechseln meistens dann, wenn alle darüber reden, egal ob beim Aufwärts- oder Abwärtstrend.

Bildquelle: covilha / flickr.com

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