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Geschrieben von forextotal am 10. Juni 2011

Den USA droht der Staatsbankrott

USA und der DollarDie schlechten Arbeitsmarktdaten sind in den USA noch nicht genug, in letzter Zeit mehren sich die Warnungen vor einer erneuten Zahlungsunfähig der USA. Der Kongress muss die Obergrenze für die Staatsschulden anheben, diese liegt aktuell bei 14,3 Billionen US-Dollar. Aber der Kongress ist zögerlich und will der Regierung keinen Freifahrtschein zu neuerlichen Staatsschulden geben, sondern sie zum Sparen zwingen. Vor allem die Ausgaben im Sozial- und Gesundheitsbereich sollen zurückgefahren werden. Die Sozialreform von Obama droht also zu scheitern. Dies sind natürlich alles keine guten Nachrichten, um einen stabilen Währungsraum für den US-Dollar zu schaffen.

Da die Zahlungsunfähigkeit und somit ein Staatsbankrott schon im August drohen würde, muss der Kongress zwangsläufig in absehbarer Zeit handeln. Sparmaßnahmen sind in einer solch kuren Zeit nicht wirklich durchführbar. Daher kann man mit einer Anhebung der Schuldengrenze rechnen. Die Rating-Agenturen dürfte das natürlich nicht freuen, denn neue Schulden belasten die Kreditwürdigkeit eines Landes und somit werden die Ratings für die USA wohl gesenkt werden. Für den Dollar würde dies eine erneute Abschwächung bedeuten.

Allerdings wäre ein Staatsbankrott auch nicht gleich der Untergang der Welt. In der Vergangenheit gab es 1995 bereits eine US-Staatspleite. Die Folge war, dass die US-Regierung ihre 800.000 Staatsbediensteten in den Zwangsurlaub schicken musste, öffentliche Dienstleistungen eingestellt wurden und Anträge auf eine Bearbeitung warten mussten. Der ganze Spuk dauerte nur wenige Wochen, danach ging es weiter. Im Jahr 1992 und zuletzt 2009 war auch der US-Bundesstaat Kalifornien zahlungsunfähig. Das Leben geht also auch bei einer Insolvenz weiter, allerdings wären die Auswirkungen einer neuerlichen US-Staatspleite gewaltig und die Weltwirtschaft könnte einen neuen Dämpfer erhalten.

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