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Geschrieben von forextotal am 15. Mai 2013

Pivot-Punkte berechnen

Trading-ChartPivot bedeutet im englischen wie französischen "Dreh-Punkt" oder "sich drehen". Viele Trader der Future-, Rohstoff und Devisenmärkte machen sich den von Dr. Bruce Gould entwickelten Preiszonen-Ansatz für ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen zunutze.

Grundansatz der Pivot-Punkte

Pivot-Punkte dienen in der Technischen Analyse als Indikations-Werkzeuge für mögliche Wendepunkte eines (noch) bestehenden Trends. An den oben genannten Märkten wird sehr kurzfristig, teilweise sogar im Minuten-Chart gehandelt. Auf dieses Intraday-Trading abgestimmt, geht es bei der Ermittlung von Pivot-Punkten gezielt um die Preiszonen eines einzelnen, aktuellen Handelstages. Als Berechnungs-Basis dienen jeweils die Kurse des Vortags. Ermittelt werden zum einen der Pivot-Punkt eines gewählten Basisproduktes (wie XDAX, Öl, EUR/USD) selbst, sowie dessen Unterstützungs- und Widerstandspunkte, die sogenannten Pivot-Extrempunkten, an denen ein Handeln attraktiv erscheint.

Berechnung von Pivot-Punkten (PP)

Ausgelegt auf das Daytrading lautet die Formel für das Berechnen des Pivot-Punktes:

PP = (Hoch Vortag + Tief Vortag + Schlusskurs Vortag) / 3

Da der Handel am Forex-Markt 24 Stunden möglich ist, kann hier der Zeitpunkt des Schlusskurses frei gewählt werden. Geeignet wären zum Beispiel der GMT oder auch der Schlusspunkt einer großen Börse. Wichtig ist, dass für die Annahme des Schlusskurses jeden Tag der gleiche Zeitpunkt gewählt wird.

Basierend auf den so ermittelten Pivot-Wert, werden die für den Handelstag wahrscheinlichen Unterstützungspunkte (Support) sowie Widerstandspunkte (Resistance) errechnet:

S1 = 2 x PP - Hoch Vortag
S2 = PP - Hoch Vortag + Tief Vortag

R1 = 2 x PP - Tief Vortag
R2 = PP - Tief Vortag + Hoch Vortag

In der Regel ist für Händler eine Ermittlung dieser Werte "per Hand" nicht nötig, da diese auf den meisten Handelsplattformen in Trading-Tools automatisch angegeben werden.

Wie funktioniert Pivot-Trading?

Es gibt zwei unterschiedliche Strategien, mit denen Pivot-Punkte gehandelt werden können: antizyklisch und trendbestätigend. Bei der Eröffnung eines neuen Handelstages dient der Pivot-Wert als wichtiger Ausgangspunkt, um zu sehen, ob der Markt darüber startet (bullisches Signal) oder darunter (bearisch). Der klassische antizyklische Trade ist eine Spekulation auf den Wendepunkt. Die Pivot-Extrempunkte werden als mögliche Blockaden für den (noch) bestehenden Kursverlauf gesehen, an denen der Markt drehen könnte. Widerstandspunkte werden geshortet, während Unterstützungsmarken zum Kauf genutzt werden. Trader hingegen, die den Trend handeln, betrachten das Unterschreiten von Support-Marken als Trendbruch eines starken Marktes und gehen "short", während das Durchbrechen von Widerständen nach oben als Bestätigung eines Bullenmarktes gesehen und "long" gegangen wird.

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