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Geschrieben von forextotal am 12. Oktober 2012

Konjunkturüberhitzung in Deutschland?

Europa und der EuroNach den neuesten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sieht zumindest auf kürzere Sicht nicht gut mit dem Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Das aktuelle Herbstgutachten prognostiziert für das laufende und das kommende Jahre eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,8 bis 1,0 Prozent. Und selbst dieser bescheidene Anstieg ist nicht gesichert, wenn sich die Lage im Euro-Raum nicht stabilisiert. Gleichzeitig befürchten die Wissenschaftler aber mittelfristig auch eine konjunkturelle Überhitzung der deutschen Wirtschaft. Während bis Ende 2013 die gesamtwirtschaftliche Produktionskapazität voraussichtlich nicht ausgelastet werden wird, könnte nach dieser Zeit eine Kapazitäts-Überauslastung drohen.

Welche Anzeichen für die Konjunkturüberhitzung sehen die Wissenschaftler?

Die von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegten Leitzinsen sind für die deutschen Verhältnisse zu niedrig. Das hat Einfluss auf die Kreditzinsen für Unternehmen, die sich dadurch sehr billig neues Geld besorgen können. Auch aus den südeuropäischen Ländern kann es durch die großzügigen Möglichkeiten der Kreditschöpfung zu einem massiven Kapitalzufluss nach Deutschland kommen. Bekommen die Unternehmen aber so günstig und so leicht Geld, befürchten die Wirtschaftswissenschaftler zu starke Expansions-Tendenzen. Jeder Boom mit ungesunden Wachstumsraten bildet die Gefahr eines anschließenden Crashs ähnlich wie 2009.

Was sollte der Staat gegen die drohende Konjunkturüberhitzung unternehmen?

Bei den ersten Anzeichen einer konjunkturellen Überhitzung sollte der Staat nach Meinung der Institute sparen, das bedeutet Haushaltsüberschüsse erwirtschaften. Er sollte die Investitionen zurückfahren und weniger konsumieren.

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