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Geschrieben von forextotal am 17. Juni 2014

Großbritanniens Inflationsrate rutscht auf Viereinhalbjahrestief

Britisches Pfund (GBP)

Dem steten Wertzuwachs des Pfund Sterling wurde am heutigen Dienstag ein vorläufiges Ende gesetzt. Sowohl gegenüber dem Euro als auch dem US-Dollar fiel die britische Währung auf ein Sitzungstief. Grund ist die Meldung, dass die Inflationsrate Großbritanniens im Mai auf den tiefsten Stand seit viereinhalb Jahren fiel. Selbst für Experten kam dieser Rückgang überraschend, sie rechneten nur mit einem leicht verlangsamten Anstieg der Teuerungsrate.

Einbruch fiel stärker aus als von Analysten erwartet

Wie das Office for National Statistics (ONS) am Dienstag mitteilte, lag die Jahresrate der Inflation im vorangegangenen Monat bei 1,5%. Das ist der niedrigste Stand seit Oktober 2009, noch im April hatte die Teuerungsrate 1,8% betragen. Wirtschaftsforscher hatten mit einem Rückgang auf 1,7% gerechnet.

Laut Informationen des ONS war der Einbruch in erster Linie den niedrigen Preisen für Transportdienstleistungen geschuldet. Daneben spielt aber auch der Preiskampf unter den britischen Supermärkten eine wichtige Rolle. Im Vergleich zum Vormonat gaben die Lebensmittelpreise um 0,6% nach. Die Kerninflation der Verbraucherpreise, welche Lebensmittelkosten nicht berücksichtigt, stieg im Jahresvergleich um 1,6% an, nur leicht langsamer als die vorhergesagten 1,7%.

BoE gewinnt Handlungsspielraum

Gegenüber wichtigen Währungen rutschte das Pfund ab. So handelte das Währungspaar GBP/USD bei 1,6945 USD und hatte sich damit deutlich von seinem Fünfjahreshoch von 1,7011 entfernt, das es noch am Montag erreichte. Selbst der geschwächte Euro erzielte gegenüber dem Pfund Sitzungshöchststände, EUR/GBP notierte bei 0,8006 und damit knapp über dem Anderthalbjahrestief von 0,7958. Diese bearishe Reaktion fiel jedoch nur kurzzeitig aus, der Wechselkurs bewegte sich zuletzt bereits wieder in Richtung der 1,7er-Marke.

Dieser Tage wurden die Rufe nach einer Zinserhöhung in Großbritannien lauter. Die vorliegenden Zahlen zur Inflationsrate geben der Bank of England jetzt den Spielraum, trotz der anhaltend schnellen wirtschaftlichen Erholung die Zinsen vorerst bei ihrem Rekordtief von 0,5% zu halten.

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