Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 27. August 2013

Durch Devisenhandel dem Euro-Verfall entgehen

Europa und der EuroIn den letzten Tagen und Wochen kommt die Wahrheit über den tatsächlichen Zustand der deutschen und europäischen Staatsfinanzen nur stückchenweise ans Licht. Noch-Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, CDU, balanciert auf einem sehr schmalen Grat: Weckt er die Bevölkerung zu früh auf, so ist die Mitte-Rechts-Koalition aus CDU/CSU und FDP schneller Geschichte als ihm lieb ist. Gibt die Regierung gar keine Hinweise, so würde sie nach der Wahl dem Vorwurf einer Wahlkampflüge ausgesetzt sein. Für alle diejenigen, die über Geldanlagen und Investments nachdenken, ist die Botschaft so eindeutig wie selten: Der Euro wird klaren Abwertungstendenzen ausgesetzt sein. Diese Tatsache, die jedem aufmerksamen Beobachter bekannt sein kann, kann durch den Devisenhandel in profitable Geschäfte umgesetzt werden. Dafür gibt es ganz verschiedene Strategien und Investitionsmöglichkeiten.

Die Aufwärtsbewegung durch Fremdwährungspositionen nutzen

Wer sich den Chart des Schweizer Franken gegenüber dem Euro ansieht, der wird feststellen: Seit einigen Monaten gibt es eine erstaunliche Seitwärtsbewegung. Diese sorgt dafür, dass der Anleger für einen Schweizer Franken knapp über 0,81 Euro bezahlen muss. Gibt es eine Abwertung des Euro, so müssten Anleger in der Zukunft wesentlich mehr für den gleichen Schweizer Franken bezahlen. Geht man in einem Rechenbeispiel von einer Abwertung des Euro von zwanzig Prozent aus, dann müssten in Zukunft beinahe 0,97 Euro für den gleichen Währungsbetrag in Schweizer Franken bezahlt werden. Hervorragend ist diese von vielen Experten zu erwartete Abwertung für alle, die schon heute den Schweizer Franken kaufen und in zwei bis drei Jahren diesen Schweizer Franken zurücktauschen. Dann bekommt man in der Heimatwährung Euro - oder wie immer die deutsche Währung dann heißt - einen höheren Wert zurück.

Mit einer echten Währungsposition in Schweizer Franken, sei es einem Depositokonto, einer Spareinlage oder einem Schweizer "Festverzinslichen" kann man direkt von dieser Entwicklung profitieren. Man sollte sich aber auch andere Währungen von stabilen Nationen ansehen und die Charts verfolgen. Schon bald wird man dann die Aufwertungs- und Abwertungstendenzen erkennen. Mit diesen Währungsveränderungen lässt sich echtes Geld verdienen.

Weitere Warnzeichen gegen den Euro werden durch den Nebel der allgemeinen Berichterstattung hin sichtbar. In der Schweiz häufen sich die Zeitungsberichte, dass die Schweizer Nationalbank schon bald die Interventionen zur Stützung des Euro einstellen wird. In der Online-Ausgabe der Handelszeitung konnte man nachlesen, dass die künstliche Stabilisierung des Euro-Kurses wohl schon bald aufgegeben werden werden würde. Dies verdeutlicht, dass die Geldpolitik der nationalen Zentralbanken auch heute noch einen großen Einfluß auf die Märkte und deren Entwicklung hat.

Verantwortung des jeweiligen Landes für die eigene Währung

Ein weiterer Vorteil bei Fremdwährungsanlagen ist, dass Ihre Geldanlage dann dem jeweiligen Rechtssystem des die Währung ausgebenden Landes unterliegt. Kommt es beispielsweise zu einem Währungsschnitt in Deutschland, so können nur auf Euro lautende Guthaben belangt werden. Fremdwährungsanlagen bleiben nach menschlichem Ermessen dann außen vor. Sieht man sich nur mal die Blaupausen der letzten Monate an, mit denen der Staatsbankrott Zyperns verschoben worden ist: Hier wurden Guthaben in Euro eingefroren, teilweise beschlagnahmt oder in Aktien insolventer Banken umgetauscht. Wer stattdessen in ein breites Portfolio von Fremdwährungen investiert, der nutzt die Chancen anderer Länder und Regionen.

Die ersten Schritte zum Währungshandel gehen

Bevor man die erste Position in Fremdwährungen eröffnet, sollte man sich mit den Kursbewegungen und Charts vertraut machen. Dann bekommt man ein sehr gutes Gefühl für die Währungsentwicklungen und die Kurse. Geht man z.B. hier bei Forextotal auf die Seite, die die Wechselkurse anzeigt, sieht man beim Währungspaar EUR/CHF gleich die Seitwärtsbewegung seit dem Beschluß zur künstlichen Stützung des Euro im Jahr 2008.

Schon bald wird man das Gefühl dafür bekommen, wie sich Währungen kurz- und langfristig entwickeln. Wenn man Glück hat, dann bilden sich in Zukunft auch Chart-Bilder, die den eigenen Vorstellungen entsprechen: Liest man eine Meldung über das abebbende Wirtschaftswachstum in Brasilien, so sehen man evtl. eine Seitwärtsbewegung in den Charts. Gibt es wieder einmal das Überschreiten einer Budgetgrenze (Fiscal Cliff) in den USA, dann sieht man kurzfristig wild springende Kurse. Zu Beginn sollte man daher eher Anlagen in Tagesgeldern oder Fremdwährungen ausprobieren und erst später zu den noch volatileren Optionen übergehen.

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