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Clearing

Unter Clearing wird ein Prozess verstanden, bei dem gegenseitige Verbindlichkeiten und Forderungen zum Ausgleich auf- und verrechnet werden. Dabei wird zwischen zwei Methoden unterschieden. Beim sogenannten Netto-Clearing werden Forderungen und Verbindlichkeiten zu einem Saldo zusammengefasst, der anschließend durch eine reale Zahlung beglichen wird. Die andere Möglichkeit stellt das Brutto-Clearing dar, bei dem auf das Bilden von Salden verzichtet wird. Stattdessen werden die Forderungen einzeln bezahlt. Je nach wirtschaftlichem Bereich wird das Clearing in verschiedene Bereiche eingeteilt. Unternehmen nutzen beispielsweise das Industrie-Clearing. Innerhalb des Zahlungsverkehrs handelt es sich um das Interbanken-Clearing, das Hauptaugenmerk wird dabei auf das Wertpapier-Clearing gelegt.

Damit das Clearing problemlos ablaufen kann, werden spezielle Systeme benötigt. Ein sogenanntes Clearing-House dient als Gegenpartei zwischen Verkäufer und Käufer. Internationale Kreditinstitute fungieren als Clearing-Members, die als Abrechnungsstelle mit zum Clearing-House gehören. Auch die Terminbörsen besitzen Clearing-Stellen, die sich mit den Zahlungsverpflichtungen auseinandersetzen, die aus Optionen und Futures verrechnet werden.

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