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Geschrieben von forextotal am 9. Dezember 2016

EZB schickt Euro auf Talfahrt

Schlechte Nachrichten für die europäische Gemeinschaftswährung zum Ausklang dieser Handelswoche: Auf ihrer gestrigen Sitzung beschloss die Europäische Zentralbank, ihr umstrittenes Kaufprogramm für Anleihen noch mindestens bis Dezember 2017 zu verlängern. Damit stehen die Tore für frische Geldfluten weiterhin weit geöffnet. Am Nachmittag erreichte der Wechselkurs von EUR/USD ein vorläufiges Tagestief bei 1,0552 USD. Noch am Vortag erreichte der Euro in der Spitze Werte bis zu 1,0802 USD.

Anleihekaufprogramm verlängert

Mit einer Fortsetzung der expansiv ausgerichteten Geldpolitik von Mario Draghis EZB musste im Vorfeld gerechnet werden. Dennoch hat der Beschluss, das milliardenschwere Anleihekaufprogramm noch mindestens bis Dezember des nächsten Jahres zu verlängern, die europäische Gemeinschaftswährung stark belastet.

Doch es gab für den Euro auch gute Nachrichten. Immerhin verringerten die Zentralbanker das Volumen des Kaufprogramms von bislang 80 Milliarden Euro pro Monat auf immerhin noch 60 Milliarden Euro. Während Experten diesen Beschluss als Hinweis auf einen Rückzug aus der extrem expansiven Politik sehen, betonte Draghi in der Pressekonferenz, diese Entscheidung sei nicht als Signal zum Ausstieg aus den Anleihekäufen zu werten.

Brexit-Sorgen beherrschen Pfund-Kurs

Eine schwere Wendung nahm die Handelswoche zu ihrem Ende auch für das britische Pfund. Die Landeswährung gewann in den vergangenen sieben Wochen langsam wieder an Boden gegenüber dem US-Dollar. Neue Sorgen um den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union jedoch drohen den Wechselkurs aufs Neue zu schwächen.

Spätestens in der kommenden Woche wird das Thema Brexit erneut den Handelsverlauf an den Devisenmärkten bestimmen. Am Montag nämlich wird der britische Supreme Court eine wichtige Entscheidung über den Verlauf der Austrittsverhandlungen fällen. Der Ausgang des Verfahrens könnte den Ausstieg aus der EU noch weiter verzögern.

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