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Geschrieben von forextotal am 2. Dezember 2015

Inflation erhöht Druck auf EZB

Zentralbank (EZB)

Bereits heute ist die kurze Phase der Erholung im Kurs des Euros vorüber. Die Einheitswährung musste gegenüber den anderen Hauptwährungen nach der Veröffentlichung schwacher Inflationszahlen aus den Euroländern Verluste hinnehmen. Zudem erhöhen die vorgelegten Daten den Druck auf die Währungshüter der EZB, weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen zu verabschieden. EUR/USD rutschte erneut unter die Marke von 1,06 USD und stieß bei 1,0580 USD auf Unterstützung.

Märkte richten sich auf Lockerungen ein

Laut den offiziellen Daten von Eurostat konnte die jährliche Inflationsrate der Eurozone gerade einmal einen Zuwachs von 0,1% verzeichnen. Damit stagnierte sie gegenüber dem Wert des Vormonats und enttäuschte die im Vorfeld der Veröffentlichung formulierten Erwartungen der Analysten eines Anstiegs um 0,2%.

Selbst die Kerninflation, die stark fluktuierende Preise für Energie und Lebensmittel ausklammert, schrumpfte von 1,1% auf 0,9% zusammen. Mit diesen Zahlen wird ein Inflationsrisiko in den Euroländern offenkundig, auf das die EZB auf ihrer Sitzung am morgigen Mittwoch wird reagieren müssen. Die Märkte rechnen mit einer Ausweitung der Konjunkturmaßnahmen und damit verbunden einer weiteren Abschwächung des Euros.

US-Stellenmarkt expandiert

Optimistische Zahlen vom amerikanischen Arbeitsmarkt verliehen dem Wertgewinn des US-Dollars heute zusätzliches Tempo. Nach einem holprigen Start in die neue Handelswoche erkämpfte sich der Greenback sein Achmonatshoch gegenüber den anderen Währungen zurück.

Die Agentur ADP meldete einen Anstieg der Beschäftigtenzahlen im November um 217.000 und übertrumpfte damit noch die Erwartungen der Märkte. Mit den positiven Entwicklungen am Arbeitsmarkt der Vereinigten Staaten geht eine erhöhte Chance auf baldige Leitzinsschritte durch die Fed einher.

Bildquelle: goodstock / fotolia.com

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