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Geschrieben von forextotal am 11. September 2015

Pfund legt nach BoE-Entscheid zu

Britisches Pfund (GBP)

Seit dem Zinsentscheid der Bank of England am gestrigen Donnerstag kletterte der Kurs des britischen Pfunds noch einmal kräftig aufwärts - einer unverändert expansiven Geldpolitik der Währungshüter zum Trotz. Am Abend erreichte die Währung bei 1,5467 USD ein vorläufiges Hoch und auch im heutigen Tagesverlauf hielt sich der Kurs deutlich über der Marke von 1,54 USD. Die Anleger an den Devisenmärkten ließen sich von der optimistischen Grundstimmung der britischen Notenbanker anstecken.

Aus England kaum Neues

Große Ankündigungen gab es gestern von Seiten der Bank of England nicht, diese wurden im Vorfeld aber auch nicht von den Märkten erwartet. So behielt die Notenbank ihren Leitzins von 0,5% bei und versorgt damit auch künftig die Finanzwelt mit billigem Geld. Die Briten behalten darüber hinaus auch ihr Anleihekaufprogramm mit einem Volumen von 375 Milliarden Pfund bei.

Vielmehr knüpft sich der Anstieg des Cable genannten Währungspaars an die neu bestärkten Hoffnungen der Anleger, eine Zinsanhebung könnte bald erfolgen. Dieses Zeichen setzte zumindest der Chef der Notenbank Mark Carney. Schon im ersten Quartal des Jahres 2016 könnten sich die britischen Notenbanker zu ersten Zinsschritten durchringen.

Euro strebt 1,13 USD entgegen

Ganz anders sieht die Situation auf der anderen Seite des Atlantiks aus: Hier plagen sich die Marktteilnehmer zunehmend mit Zweifeln an den Plänen der Federal Reserve Bank, die Zinswende scheint mit jeder Woche in noch weitere Ferne zu rücken. Der Septembertermin ist für die Mehrheit endgültig vom Tisch. Von dieser Verunsicherung profitiert in erster Linie der Euro, der in Richtung der Widerstandslinie bei 1,13 USD strebt. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1285 USD.

In der kommenden Woche wird das Marktgeschehen von der Frage bestimmt sein, was von der bevorstehenden Fed-Sitzung am Donnerstag zu erwarten ist: Selbst wenn die Währungshüter ihre Pläne zur Zinswende fallen lassen, bleibt abzuwarten, wie optimistisch sie die aktuelle Lage in den USA einschätzen.

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