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Geschrieben von forextotal am 19. Juni 2015

Dauerbrenner Griechenland begrenzt Euro-Gewinne

Europa und der Euro

Sorgen über die Entwicklungen rund um die Krise Griechenlands halten die Märkte zum Ende der aktuellen Woche wieder in Atem. Nach ihrem fulminanten Kurssprung am gestrigen frühen Nachmittag musste sich die europäische Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf auf ein Niveau bei 1,131 USD zurückziehen. Auch das Treffen der Finanzminister am Donnerstag konnte nicht zur Lösung des politischen Zwists zwischen der neuen griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern beitragen. Frühzeitig, nach nur 1,5 Stunden, wurde die Sitzung abgebrochen.

Die Zeit wird knapp

Sollte Griechenland am 30. Juni nicht in der Lage sein, die fällige Zahlung in Höhe von 1,6 Mrd. Euro an dne IWF zu tätigen, wird das Land für zahlungsunfähig erklärt werden. Damit würde ihm der Zugang für weitere IWF-Kredite künftig verwehrt. Ein erneuter Krisengipfel am kommenden Montag soll dieses Szenario abwenden. Indes schließt selbst EU-Kommissionschef Juncker einen "Grexit", also den Austritt Griechenlands aus dem Euro, nicht länger aus.

Grexit für Euro verkraftbar

Überraschend gelassen reagieren die Teilnehmer an den Devisenmärkten inzwischen auf die Nachrichten rund um das Thema Griechenland. Zwar ist der Einfluss der Entwicklungen auf den Kurs des Euros nicht zu bestreiten, doch zu volatilen Ausschlägen lässt sich das Währungspaar EUR/USD längst nicht mehr hinreißen.

Das mag unter anderem dem Umstand geschuldet sein, dass sich die Euro-Finanzminister einig darin sind, dass ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für die Währungsunion zu verkraften wäre. An einen Domino-Effekt, der noch mehr Euro-Länder gefährden könnte, will man in der EU nicht glauben. Für Athen kommt ein Austritt aus dem Euro sowieso nicht in Frage. Finanzminister Varoufakis verwies vielmehr auf die Verantwortung der Eurogruppe am Scheitern der Gespräche.

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