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Geschrieben von forextotal am 27. März 2015

Inflationsdaten entlocken Yen keine Regung

Japan und der Yen

Noch Mitte des Monats März schrieb der Kurs des Währungspaars USD/JPY Rekorde und erreichte ein Siebenjahreshoch. Seitdem aber geht es stetig bergab. Trotz der heute veröffentlichten, durchwachsenen Zahlen aus Japan schaffte es der US-Dollar nicht, sich gegen seinen japanischen Konkurrenten durchzusetzen. USD/JPY notierte weitgehend unverändert bei 119,41 JPY, während der Greenback die Gunst der Anleger verspielte.

Inflationsrate enttäuscht Erwartungen

Vieles spricht dafür, dass sich die japanische Zentralbank auch künftig für einen expansiven geldpolitischen Kurs entscheiden wird. Beispielsweise die heute veröffentlichte Inflationsrate Japans, die die Erwartungen der Marktteilnehmer nicht erfüllen konnte. Statt mit 2,3% stiegen die Verbraucherpreise um nur 2,2% an, damit verfehlte die Rate die Prognosen um 10 Basispunkte. Auch in Japan wirken sich die sinkenden Kosten für Energie deutlich auf die Preisentwicklung aus. Für den Fall einer weiterhin fallenden Inflation würde sich die Wahrscheinlichkeit weiterer expansiver Maßnahmen seitens der Bank of Japan noch erhöhen.

Auch ein gesonderter Bericht lässt den Anlegern wenig Grund für Optimismus. Laut den vorgelegten Zahlen stiegen die Haushaltsausgaben des Landes im Monat Februar um 0,8% an. Vorhergesagt war ein Rückgang um 0,3%.

Ernüchterndes US-BIP belastet Dollar-Kurs

Auch gegenüber dem Greenback trübte sich die Stimmung der Anleger an diesem Handelstag. Die Euphorie über die gestern vom US-Arbeitsministerium veröffentlichten Zahlen hat bereits einen Dämpfer erhalten und konnte heute nicht mehr für ausreichenden Auftrieb sorgen. Gegenüber anderen Hauptwährungen musste der US-Dollar die Gewinne wieder abgeben. Heute publizierte Daten zum Bruttoinlandsprodukt der Vereinigten Staaten wecken Zweifel an den Zinsfantasien vieler Marktteilnehmer.

Im vierten Quartal konnte die US-Wirtschaft nur deutlich langsamer wachsen, als es von ihr erwartet wurde. Statt der vorhergesagten 2,4% stieg das BIP um gerade einmal 2,2% an. Die vorgelegten Zahlen haben das Potenzial, die Konjunkturstärke der USA in Frage zu stellen und könnten damit für die Währungshüter der Federal Reserve Bank ein Signal liefern, die Zinswende weiter hinauszuzögern.

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