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Geschrieben von forextotal am 1. Dezember 2014

Inflation und Wirtschaft setzen EZB unter Druck

Zentralbank (EZB)

So recht in Schwung möchte die europäische Gemeinschaftswährung derzeit einfach nicht kommen, die schlechten Nachrichten für die Wirtschaft der EU-Länder reißen nicht ab. Am heutigen Montag wurde bekannt, dass während des Novembers das Wachstum des produzierenden Gewerbes innerhalb der Eurozone fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Die Anleger wandten sich daraufhin von der Währung ab, lediglich gegenüber dem US-Dollar konnte sich der Euro im Plus halten und notierte bei 1,2468 USD.

Auftragseingänge bleiben aus

Der regelmäßig durch Befragung von Entscheidungsträgern erhobene Einkaufsmanagerindex dient als wichtiges Konjunkturbarometer. Dabei trennt seine Marke von 50 Punkten das wirtschaftliche Wachstum vom Rückgang. Wie die am Montag vorgelegten Zahlen verdeutlichen, kann sich das produzierende Gewerbe in der EU nur noch ganz knapp im Wachstumsbereich halten. Sein Index ist auf 50,1 Punkte abgesunken, noch im Vormonat ging man Schätzungen zufolge von einer Entwicklung in Richtung 50,4 Punkten aus. Deutschlands Einkaufsmanagerindex konnte sich hingegen nicht mehr über der Wachstumsmarke halten. Er ruschte auf 49,5 Punkte ab und befindet sich damit zum ersten Mal seit 17 Monaten im rückläufigen Bereich. Als Grund für diesen bestürzenden Einbruch wird die stark schrumpfende Auftragslage geführt.

Eine wahre Hiobsbotschaft brach bereits am Freitag über die Märkte ein. Mit 0,3% hat die europäische Inflationsrate im vorangegangenen Monat ein neues Fünfjahrestief erreicht, noch im Oktober lag sie bei 0,4%. Die anhaltend sinkende Teuerungsrate wird die EZB zum Handeln zwingen. Um die Gefahr einer Deflation abzuwenden, bleibt der Zentralbank nichts anderes übrig, als weiteres Geld in die Wirtschaft zu pumpen.

Britische Wirtschaft wächst stabil

Völlig anders gestaltet sich die Situation dagegen in Großbritannien, das zwar Teil der EU, nicht aber der Währungsunion ist. Aktuelle Zahlen belegen, dass der Einkaufsmanagerindex des Inselstaats im November bei 53,5 ein Viermonatshoch erreichte. Analysten zeigten sich von dieser positiven Entwicklung überrascht, sie hatten mit einem leichten Verlust gerechnet. Der Cable stieg am Vormittag auf ein Sitzungshoch von 1,5690 USD.

Bildquelle: goodstock / fotolia.com

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