Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 26. Oktober 2011

Was ist ein Rollover beim Trading?

Trading-ChartWährend noch bis vor einigen Jahren nur Banken untereinander Devisen handeln konnten, ist dies heutzutage auch für Privatpersonen möglich. Der Handel mit Devisen wird auch Forex oder Forex-Handel genannt und immer mehr Händler (Trader) nehmen an dem Devisenhandel teil. Mit Forex kann man schnell viel Geld verdienen, doch es gibt einige Punkte, die ein Trader unbedingt kennen und beachten sollte. Dazu gehört auch der sogenannte Rollover. Unter einem Rollover beim Trading versteht man die Zinsen, die ein Händler zahlen muss beziehungsweise die er erhält, wenn er eine Position über Nacht hält.

Um einen Rollover zu verstehen, muss man zunächst wissen, dass man bei jedem Forex-Handel eine Währung kauft, während man gleichzeitig eine andere Währung verkauft. Durch diese Art des Handels hat der Trader zwei Positionen in seinem Konto. Meist liegen zwischen dem Kauf oder dem Verkauf einer Devise und der endgültigen Abwicklung des Handels zwei Werktage. Verkauft also zum Beispiel ein Händler am Dienstag eine Position, erhält er am Donnerstag den Verkaufserlös von dem Käufer. Da der Händler beim Forex-Handel gleichzeitig eine Position kauft, muss er den Kaufbetrag auch erst am Donnerstag bezahlen. Dadurch bleiben diese Positionen über Nacht in seinem Konto verbucht. Für die gekaufte Währung erhält der Händler nun den für diese Währung gültigen Zinssatz, während er für die verkaufte Währung Zinsen zahlen muss.

Es wird für jede Position die Differenz zwischen den zu zahlenden Zinsen und den erhaltenen Zinsen berechnet und der Trader erhält entsprechend entweder eine Gutschrift auf seinem Konto oder es werden ihm Zinsen belastet. Die Höhe des Zinssatzes orientiert sich für jede Währung an den Leitzinssätzen, die von den jeweiligen Zentralbanken der einzelnen Länder festgesetzt werden. Allerdings werden die Zinssätze für Positionen im Devisenhandel von den beteiligten Banken festgesetzt, die in der Regel nicht den Leitzinssatz für die jeweiligen Währungen verlangen beziehungsweise zahlen, sondern mit Abschlägen und Aufschlägen arbeiten, um an den Zinsen einen Gewinn zu machen. So erhält ein Trader meist für gekaufte Währungen einen geringeren Zinssatz als der jeweils gültige Leitzinssatz für diese Währung, während er für verkaufte Währungen einen etwas erhöhten Zinssatz zahlen muss.

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