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Geschrieben von forextotal am 5. Oktober 2011

Oszillatoren beim Trading

Leading OszillatorOszillatoren gehören zu einer bestimmten Gruppe von Indikatoren, die innerhalb der Technischen Analyse eingesetzt werden, wenn definierte Trends nicht zu erkennen sind. Ihren Namen haben sie vom Oszillieren um eine Linie oder innerhalb einer Range. Sie gehören zur Gruppe der Leading-Indikatoren, das heißt, sie "führen" den Trader, im Gegensatz zu den Lagging-Indikatoren, die bereits geschehene Veränderungen ausmessen und eher der Analyse dienen.

Verwendung der Oszillatoren

Sollten sich Kurse innerhalb einer Range bewegen, ist mit Hilfe von Oszillatoren ein extremes Marktverhalten zu bestimmen. Kurzfristig überkaufte oder überverkaufte Situationen sind durch den Oszillator sofort zu erkennen. Vor allem wenn die Marktrichtung nicht identifizierbar ist, kann mit Oszillatoren ein potenzieller Hoch- oder Tiefpunkt und die darauf wahrscheinliche Trendumkehr erkannt werden, und zwar vor dem Einsetzen der Trendumkehr. Damit führen sie den Trader, deshalb ihre Bezeichnung als Leading-Indikator. Sie werden gemeinsam mit anderen Indikatoren in der Chartanalyse eingesetzt, damit an den relevanten Punkten eine mögliche Trendumkehr erkannt werden kann, ob sich wirklich ein Reversal bildet oder der Markt doch einen Trend aufnimmt. In Verbindung mit Chartmustern und anderen Indikatoren kann die Aussage relativ zuverlässig getroffen werden. Erfahrene Trader nutzen allerdings nie einen Oszillator (oder mehrere) allein für eine Trading-Entscheidung. Ihre Signale werden immer zusammen mit anderen Signalen genutzt.

Beispiele für Oszillatoren

Oszillatoren sind beispielsweise die Stochastik, der RSI (Relativer Stärke Index), der MACD (gleitender Durchschnitt beziehungsweise dessen Zusammen- und Auseinanderlaufen), ATR (Average True Range), Rate-of-Change-Momentum und Williams Percent Range. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Oszillatoren, die in verschiedenen Marktsituationen gute Signale liefern. Eine Anwendung ist beispielsweise die Stochastik innerhalb der Bollinger Bänder. Mittels der Stochastik werden in diesem Range-bound-Market die Extremsituationen gefiltert. Die Stochastik vergleicht den letzten Schlusskurs eines definierten Zeitraumes, zum Beispiel einer 10-Minute-Candle, mit der Entwicklung der Kursspanne innerhalb der nächsten 10 Minuten. Sollte sich hier die Range-Linie mit der aktuellen Kursentwicklung kreuzen, kann von einer extremeren Kursentwicklung, als in der Zeitspanne zuvor, ausgegangen werden, der Kurs oszilliert. Darüber gibt der Stochastik-Oszillator Auskunft, der Trader kann hier also von einer neuen Entwicklung ausgehen. Auch bei der Combo-Strategie werden zwei Indikatoren gemeinsam verwendet, nämlich gleitende Durchschnitte und MACD. Der MACD generiert ebenfalls durch Linienkreuzung das Signal für eine Trendumkehr.

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