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DAX hat Rekordmarke im Visier
Ließen in den vergangenen Tagen und Wochen Themen wie der noch ungelöste US-Haushaltsstreit, der schwierige Wahlausgang Italiens oder auch die Sorge einer frühzeitigen Zinsanhebung durch die Fed Unsicherheiten an den Börsenmärkten aufkommen, scheint es nun, als würden all diese Punkte in den Hintergrund geschoben. Verdrängt, um Platz zu machen für eine ganz andere, überaus positiv aufgenommene Aussicht.
Rezession: Wirtschaftsleistung der Euro-Zone schrumpft
Die Prognosen für die Entwicklung der Staatsdefizite und Arbeitslosenzahlen verschlechtern sich in vielen EU-Staaten. Spanien und Frankreich können die Schuldenobergrenze in diesem Jahr nicht einhalten. Die Rezession bleibt in der Euro-Zone anhaltend. Die Aussichten sind zwar trüb, aber so ist es nun mal in unserem Wirtschaftssystem, grenzenloses Wachstum gibt es eben nicht.
Final Times: FTD steht vor dem Ende
Beinahe 13 Jahre war die Financial Times Deutschland im Bereich Wirtschaftsberichterstattung in Deutschland aktiv. 13 Jahre lang schaffte es die Zeitung aber keinen Profit zu erwirtschaften, so dass - resignierend - der Chefredakteur in der letzten Ausgabe schrieb: "Guter Journalismus ist kein Erfolgsgarant".
Konjunkturüberhitzung in Deutschland?
Nach den neuesten Prognosen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sieht zumindest auf kürzere Sicht nicht gut mit dem Wirtschaftswachstum in Deutschland aus. Das aktuelle Herbstgutachten prognostiziert für das laufende und das kommende Jahre eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von 0,8 bis 1,0 Prozent. Und selbst dieser bescheidene Anstieg ist nicht gesichert, wenn sich die Lage im Euro-Raum nicht stabilisiert. Gleichzeitig befürchten die Wissenschaftler aber mittelfristig auch eine konjunkturelle Überhitzung der deutschen Wirtschaft. Während bis Ende 2013 die gesamtwirtschaftliche Produktionskapazität voraussichtlich nicht ausgelastet werden wird, könnte nach dieser Zeit eine Kapazitäts-Überauslastung drohen.
China sorgt sich um den Euro
Beim Besuch von Angela Merkel beim chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao wurden von beiden Seiten heikle Themen angesprochen. So sprach die Kanzlerin die Menschenrechtslage in China an und legte Jiabao nahe, die Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten zu verbessern, damit einem besseren Kennenlernen nichts im Wege stünde. Jiabao hingegen sprach die kritische Finanzlage der EU an war erfreut über die Offenheit der Kanzlerin bei diesem Thema. Er sei zwar hinsichtlich der Krise sehr besorgt, allerdings habe das Gespräch sein Vertrauen gestärkt. Er betone, dass China bereit sei, der EU zu helfen, soweit dies die eigenen Kräfte zuließen. Auch wenn er befürchte, dass die Maßnahmen nicht zügig genug umgesetzt werden würden, und Griechenland, Spanien und Italien unter Umständen weitere Rettungspakete erforderlich machen würden, würde China der EU in Absprache mit dem IWF und der EZB zur Seite stehen. Bereits zuvor hatte das bevölkerungsreichste Land Griechenlandanleihen gekauft und zur Aufstockung des IWF 43 Milliarden Dollar beigetragen, weswegen sich Wirtschaftsminister Rösler bei China bedankte.
Anhaltende Krise führt Europa unausweichlich in die Rezession
Europas Wirtschaft befindet sich allem Anschein nach in einer Phase des Abschwungs. Während sich die Lage zu Beginn des Jahres noch durch Stagnation auszeichnete, zeigt die Kurve inzwischen nach unten. Wie soll die Rezession noch verhindert werden, wenn selbst die Zugpferde der europäischen Wirtschaft nicht mehr imstande sind, das Minus der Krisenstaaten zu egalisieren? Nachdem im ersten Quartal die Wirtschaftsleistung auf der Stelle trat, verringerte sich nach Einschätzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat im zweiten Quartal das Bruttoinlandsprodukt der 17 Länder mit der Gemeinschaftswährung um 0,2 Prozent.
Wahlen in Griechenland belasten den Euro
Experten haben es fast erwartet, dass die griechischen Wähler nicht bereit sind, den harten Sparkurs ihrer Politiker mitgehen, den diese unter dem Druck der Europamitgliedschaft aufgebürdet bekamen. Entsprechend sind die am letzten Wochenende erfolgten Wahlen zum griechischen Parlament verlaufen. Verloren haben in erster Linie die großen Parteien wie Nea Dimokratia oder Pasok, gewonnen haben die Kommunisten und die Faschisten. Die beiden großen Parteien kommen zusammengenommen auf gerade einmal 32% aller Wählerstimmen, was umgekehrt in etwa 149 der 300 Parlamentssitzen entspricht.
Sorge um Spanien lässt den Euro sinken
Am heutigen Freitag wird das Budgetstatement Spaniens veröffentlicht und es besteht die Sorge, dass die harten Sparmaßnahmen, welche nötig sind, um gegen das Defizit im Staatshaushalt vorzugehen, nicht umgesetzt werden konnten. Aus diesem Grund ist der Wert des Euros, im Gegensatz zu dem seiner Hauptgegenstücke, am Donnerstag leicht gesunken, so dass der EUR/USD mit einem Minus von 0,23% zum Ende der normalen Börsenzeiten bei 1,3285 angekommen ist. Nach Börsenschluss, und auch heute, hat sich der Euro jedoch wieder erholt und befindet sich wieder auf dem Niveau der Wochenmitte.
Spark Capital investiert 15 Mio. US-Dollar in eToro
Wie eToro auf seiner Internetseite veröffentlichte, hat eine internationale Investorengruppe um die amerikanische Unternehmensfinanzierungsgruppe Spark Capital dem weltweit größten Investment-Netzwerk eToro 15 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Das aufstrebende, soziale, internationale Netzwerk von Investment-Tradern will damit den Ausbau der sozialen Handelsplattform sowie weitere neue Innovationen vorantreiben. Spark Capital stärkt mit dieser Großinvestition die Position Sozialer Netzwerke in seinem Portfolio - denn nach Investitionen in die Internet-Unternehmen Twitter, Tumblr und Foursquare ist eToro das vierte große Soziale Netzwerk, in das sich Spark Capital einkauft. eToro selbst zeigt sich erfreut über die Partnerschaft mit Spark Capital.
Ifo-Geschäftsklimaindex lässt den Euro steigen
Die überraschend positive Stimmung innerhalb der deutschen Wirtschaft ließ die Aktienkurse anziehen. Der Euro kletterte dabei ebenfalls auf eine Marke von 1,33 Dollar. Im Februar ist der Ifo-Geschäftsklimaindex von 108,3 Punkten im Januar auf 109,6 Punkte gestiegen, was sogar die Prognose von 108,7 Punkten übertraf. Trotz Wachstumssorgen und Schuldenkrise sind deutsche Unternehmen deutlich optimistischer als zuvor erwartet. Der DAX gewann vor diesem Hintergrund 0,7 Prozent beziehungsweise 48 Punkte und kletterte auf 6.892 Punkte. Der deutsche Leitindex schaffte es kurzzeitig sogar über 6.900 Punkte. Nach dem Ifo-Index sind gerade konjunkturabhängige Aktien wie Bayer, BASF, Linde oder HeidelbergCement gefragt.