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Geschrieben von forextotal am 11. November 2015

Euro hadert mit steigendem Krisenpotenzial

Europa und der Euro

In der gegenwärtigen Situation einer massiv geschwächten europäischen Gemeinschaftswährung könnte sich Verunsicherung an den internationalen Finanzmärkten wie zuletzt durch die Krise in Griechenland verheerend auswirken. Doch genau solch ein Unglück droht sich jetzt zum wiederholten Male über der Europäischen Union zusammenzubrauen, das Sorgenkind heißt diesmal Portugal.

Portugal unter neuer Regierung

Die längste Zeit galt Portugal als ein Vorzeigeland unter den Euroländern, das den Schritt aus der Finanzkrise vorbildlich meisterte. Doch mit dem erfolgreichen Misstrauensvotum, durch das es der linken Opposition des Landes gelang, die konservative Regierung zu stürzen, könnten sich die Vorzeichen für die weitere Entwicklung nun umkehren. An den Finanzmärkten blickt man bereits sorgenvoll in Richtung Brüssel. Es steht nichts geringeres als der strenge Sparkurs der Konservativen auf dem Spiel und damit im schlimmsten Fall die konjunkturelle Stabilität des Landes.

Wertverlust durch QE-Androhung

Bislang nutzten die Anleger an den Devisenmärkten den bislang sehr ruhig verlaufenden Handelstag für eine kleine Verschnaufpause. Dem Euro gelang es, einen Teil seiner gestrigen Verluste auszugleichen und notierte mit 1,0741 USD wieder deutlich über der Marke von 1,07 USD.

Der Ausblick auf weitere QE-Maßnahmen durch die Europäische Zentralbank übt ungebrochen Druck auf den Kursverlauf der Währung aus. Befürchtungen werden laut, EZB-Präsident Mario Draghi könnte die veränderte politische Lage in Portugal zum Anlass nehmen, die angedrohten geldpolitischen Lockerungen auf eine breitere Basis zu stellen als bislang angenommen.

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