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Geschrieben von forextotal am 17. September 2014

ZEW-Report lässt Euro-Kurs kalt

Europa und der Euro

Laut dem gestern vorgelegten ZEW-Report sind die Konjunkturerwartungen der deutschen Finanzexperten gesunken. Allerdings zeichnet der Bericht ein weitaus weniger dramatisches Bild als noch im August. Den Wert des Euros konnten diese Nachrichten indes nicht beeinflussen, auch von der heutigen Korrektur der europäischen Verbraucherpreisinflation von 0,3% auf 0,4% zeigte er sich unberührt. EUR/USD handelte bei 1,2957 USD und bewegte sich dabei stabil über dem Jahrestief vergangener Woche von 1,2858 USD.

Verunsicherung trübt wirtschaftlichen Ausblick

Nach dem spektakulären Einbruch um 18,5 Punkte auf 8,6 Punkte im August sanken die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im September auf gerade einmal 6,9 Punkte. Von Analysten wurde ein viel deutlicherer Rückgang auf 4,8 Punkte vorhergesagt. Obwohl der Index damit zum neunten Mal in Folge gesunken ist, verlangsamte sich also der Rückgang im Vergleich zum Vormonat.

Doch nach wie vor ist im wirtschaftlichen Umfeld eine große Verunsicherhung zu spüren, gerade die angespannte Situation mit Russland weckt Befürchtungen um eine Sanktionsspirale, die den europäischen Ländern weiteren Schaden zufügt. Darüber hinaus ist noch völlig unklar, welche Auswirkungen das schottische Votum über die Unabhängigkeit von Großbritannien am Donnerstag haben wird.

OECD senkt Wachstumsprognose für Deutschland ab

Ganz allgemein entwickelt sich die Konjunktur in der Eurozone enttäuschend, der Wirtschaft scheint der Schritt aus der Krise heraus nicht zu gelingen. Nach einem durchaus starken Jahresbeginn ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal um 0,2% geschrumpft, anhaltende weltpolitische Krisen wie die in der Ukraine und im Irak lassen eine Trendwende in die weitere Zukunft rücken. Wenn selbst große Handelspartner wie Frankreich weiterhin in der Stagnation verharren, wird sich an der aktuellen Lage längerfristig nichts ändern. Entsprechend senkte die Industriestaaten-Organisation OECD ihre Prognose für die Volkswirtschaft für die Jahre 2014 und 2015 auf 1,5% ab.

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