Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 12. Mai 2014

Grundlagen des Daytradings

Trading-Chart

Wörtlich übersetzt bedeutet Daytrading nichts anderes als "Tageshandel". Daytrader verfolgen entsprechend die Taktik eines auf maximal 24 Stunden beschränkten Handelszeitraums, eine eröffnete Position wird noch am selben Tag geschlossen. Innerhalb dieser Tagesspanne kann die Position über mehrere Stunden, aber auch nur Minuten oder gar Sekunden gehalten werden. Dieses sehr kurzfristige Trading wird auch als "Scalping" bezeichnet.

Daytrading ermöglicht es Anlegern, mit relativ geringen Geldsummen innerhalb von 24 Stunden Gewinne zu realisieren. Das Risiko solcher Geschäfte ist aber auch entsprechend hoch. Bereits kleinste Kursschwankungen können für Gewinn oder Verlust ausschlaggebend sein. Je nach Taktik ist es möglich bei steigenden (long) oder fallenden (short) Kursen Gewinne einzufahren.

Zeiteinsatz

Grund für den auf einen Tag beschränkten Handelszeitraum ist es, sogenannte Gaps zu vermeiden. Diese unkalkulierbaren Kurslücken kann jeder Wert über Nacht ausbilden. Über einen reinen Handel am Tage kann der Anleger dieses Risiko umgehen. Zudem gilt ganz allgemein, dass kleinere Zeitspannen auch ein kleineres Risiko bedeuten. Größere Zeitebenen dagegen verlangen auch nach einem größeren Grundkapital.

Deshalb konzentriert sich das Scalping auf besonders kurzfristige Zeitspannen von oft nur wenigen Sekunden. Gehandelt werden Centbeträge auf Minitrends, Pips und Ticks, oft bis zu mehreren hundert Trades am Tag. Diese schnellen Kleinsthandel sind sehr zeitaufwändig, Tradings auf größere Zeitebenen erfordern sehr viel weniger Aufmerksamkeit. Für beide Handelsstrategien gilt: Die interessantesten Kursbewegungen finden zu Beginn und Ende der Handelszeit statt.

Software

Der Daytrader benötigt in erster Linie ein zuverlässiges Computer-System, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie eine stabile Internetverbindung. Plötzliche Verbindungsabbrüche oder technische Ausfälle könnten schließlich hohe Verluste nach sich ziehen. Daneben ist eine gute Daytrading-Software ausschlaggebend. Diese wird in der Regel vom jeweiligen Broker vorgegeben, sollte aber bestimmte Grundanforderungen erfüllen.

Eine professionelle Software ermöglicht den Live-Zugang zu Börsendaten und stellt die Synchronisierung der Kurse mit diesen Daten sicher. Nur so lassen sich auch kurzfristige Kursschwankungen ohne Zeitverzögerung nachvollziehen. Zusätzlich sollte sie dem Trader erlauben, bestimmte Kurswerte als Limits festzusetzen. Durch diesen Kauf- bzw. Verkaufsalarm kann der Anwender rein emotionale Entscheidungen vermeiden.

Während es bei herkömmlichen Online-Brokern zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann, stellt der Direct Access Broker eine Alternative dar. Statt der elektronischen Übermittlung der Order an einen Makler platziert dieser sie direkt im Markt. Der Trader ist somit sein eigener Broker und kann auf Kursveränderungen schneller reagieren.

Indikatoren

Das Wissen um Indikatoren liefert dem Anleger das Rüstzeug, um die richtigen Einstiegs- und Austiegszeitpunkte für seine Tradings zu ermitteln. Als Hilfsmittel eignen sie sich in erster Linie für relativ kurze Beobachtungsspannen von Preisbewegungen. Folgende grundlegende Indikatorentypen erleichtern die technische Analyse:

  • Gleitender Durchschnitt: Der wohl bekannteste Indikator bezeichnet den preislichen Durchschnitt eines Kurses über einen beliebigen Zeitraum. An ihm kann der Trader die Trendrichtung des Markts ausmachen.
  • Volatilität: Dieser Wert drückt den Schwankungsbereich der Preisentwicklung um einen Mittelwert aus. Je stärker der Kurs schwankt, desto höher ist das Risiko zu bewerten.
  • Unterstützungs- und Widerstandslinien: Die Kurszone, bei der eine ausreichende Nachfrage einen weiteren Kursverfall verhindert, ein ausreichendes Angebot jedoch die Kurssteigerung beschränkt, wird durch die Unterstützungs- und Widerstandslinien umschlossen.
  • Bollinger-Bänder: Basis ist der Gleitende Durchschnitt, um den die Unterstützungs- und Widerstandslinien gelegt werden - das obere und untere Bollinger-Band. Die Distanz dieser Bänder zum Gleitenden Durchschnitt markiert die Volatilität des Markts, bei großer Volatilität ziehen sie sich auseinander.
  • Preisoszillatoren: Sie zeigen an, ob ein Markt überkauft oder überverkauft ist. Auf einen überkauften Kurs folgt meist eine Verkaufswelle, während ein massiv verkaufter Kurs Vorbote einer Kaufwelle sein kann.

Weitere wichtige Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index und MACD schildert der Grundlagenartikel "Indikatoren für das Daytrading".

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