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Drawdown

Vor einem Drawdown hat jeder Trader Angst. Unter Drawdown versteht man eine Verlustserie, in der man sein Handelskonto stetig dezimiert und immer weniger Kapital zur Verfügung hat. Verluste gehören aber nunmal beim Devisenhandel dazu und sind nichts schlimmes. Wichtig ist es diese Verluste zu begrenzen, wie im Kapitel zum Stop-Loss gezeigt wird. Mit dieser Verlustbegrenzung vermindert man das Risiko eines plötzlichen Drawdowns. Allerdings kann man auch mit Stop-Loss viele kleine Verluste einfahren, die in Summe ebenfalls zu einem Drawdown führen.

Beim Drawdown sind die Taschen leer!

Der Zinseszinseffekt macht beim Forex-Handel große Gewinne möglich. Macht man zum Beispiel jeden Tag einen profitablen Trade mit nur 1% Gewinn und beginnt mit 1.000 Euro, dann hat man nach 100 Handelstagen sein Kapital auf 2.704,81 Euro anwachsen lassen und somit mehr als verdoppelt. Eine Performance von 170%! Aber der Zinseszinseffekt geht eben auch in die andere Richtung. Verliert man mit ein paar Trades 50% seine Kapitals, braucht man eine Performance von 100% um die 50% Verlust wieder auszugleichen.

Restkapital nach Drawdown = 1.000 Euro - 500 Euro (50% Verlust) = 500 Euro

Benötigte Performance für den Ausgleich:

Performance (in %) = ((Startkapital x 100) / (Startkapital x ((100 - Drawdown) / 100))) - 100

Performance (in %) = ((1.000 x 100) / (1.000 x ((100 - 50) / 100))) - 100 = 100

Stellt man diesen Effekt in einer Tabelle dar, sieht man schnell, warum man in seinem Depot nicht mehr als 10% Verlust machen sollte und ein größerer Drawdown möglichst zu vermeiden ist:

Drawdown Benötigte Performance für den Ausgleich
10% 11%
20% 25%
50% 100%
80% 400%
99% 9900%
100% Totalverlust

Ist man also in einer längeren Verlustserie drin (mit einem Drawdown von mehr als 20%), sollte man sein System überdenken und erstmal eine Pause machen. Es wird sonst immer schwieriger seine Verluste auszugleichen.

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