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Geschrieben von forextotal am 11. August 2011

Entwicklung des Euro

Europa und der EuroDie Idee für eine Europäische Union gab es schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Einen gemeinsamen wirtschaftlichen Konsens fanden im März 1957 sechs Länder, die die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit den Römischen Verträgen gründeten. Es gab entsprechende Überlegungen, dass für den gemeinsamen Handel vielleicht eine einheitliche Währung sinnvoll wäre. Doch erst 1979 konnte man sich darauf einigen, ein Europäisches Währungssystem (EWS) einzuführen, um am Weltmarkt einfacher und stärker gemeinsam agieren zu können. Dabei handelte es sich aber mehr um ein Umrechnungssystem.

Als echte Währung der EU wurde der Euro schon mit Jahresbeginn 1999 eingeführt, allerdings nur als Buchgeld, eine Nachfolgelösung des EWS. Das Bargeld wurde zum 1. Januar 2002 bei den ersten Ländern eingeführt, so auch in Deutschland. Dabei darf jedes Land die Rückseite der Münzen jährlich neu und individuell gestalten, doch die Geldscheine sind überall identisch.

Dennoch darf nicht jedes EU-Mitglied automatisch den Euro bei sich einführen. Es gibt strenge Auflagen. Das jährliche Haushaltsdefizit darf nicht über 3% liegen und die öffentlichen Schulden dürfen nicht mehr als 60% des Bruttoinlandsprodukts betragen. Diese Werte ergaben sich aus dem Mittelwert der teilnehmenden Länder. Die Verantwortung für die Geldpolitik im Euro-Währungsraum hat die Europäische Zentralbank. Sie steuert somit den zweitgrößten (nach den USA) Wirtschaftsraum der Welt und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main.

Die Europäische Union hat 27 Mitgliedstaaten. Momentan führen 23 Länder den Euro als Währung, darunter auch fünf passive Euro-Länder. Also bezahlen 18 aktive Mitglieder der EU mit dem Euro. Da jedes Land seine eigene Landeszentralbank behält, wie die Deutsche Bundesbank, braucht die EZB eine rechtliche Grundlage, um für alle handeln zu dürfen. Diese gibt ihr der Gründungsvertrag der EU und die "Satzung zum Europäischen System der Zentralbanken und der EZB", kurz die ESZB genannt.

Eine Gemeinschaft ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Mitglied, darum wurde in den letzten Jahren viel unternommen, um marode Wirtschaften diverser Mitglieder zu retten. Ein Staatsbankrott würde sämtliche Exporteinnahmen durch sinkende Preise massiv in Gefahr bringen, was Lohnsenkungen und Kündigungen EU-weit zur Folge hätte. Der Euro hat jetzt gute Rücklagen, um die europäische Wirtschaft und den Wert des Euros stabil und relativ hochwertig zu halten.

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