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Geschrieben von forextotal am 2. Februar 2012

Spread Betting: Ein Differenzgeschäft mit Hebelwirkung

Spread BettingSpread Betting (in Deutschland auch als "E-Spreads" bekannt) wurde in Großbritannien erfunden und ist dort inzwischen zu einem der häufigsten privatgehandelten Finanzprodukten avanciert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass Broker und Anleger diese sehr flexibel, je nach Risikobereitschaft, gestalten können. Wie auch die CFDs (Contract for Difference), gehören die Spread Bets zu der Gruppe der Differenzgeschäfte. Hierbei wird ein Handel mit Kursdifferenzen betrieben, ohne jedoch ein Halten der entsprechenden Wertpapiere oder Finanztitel erforderlich zu machen. Es ist möglich auf steigende und auf fallende Kurse zu setzen, sowie das Gewinn- und Verlustpotenzial mit Hilfe von Hebeln zu erhöhen.

Da ein Spread nur eine Kursspanne ("von bis") fokussiert, spielt sich die Transaktion in einem begrenzten Raum ab. Hierzu muss sich der Broker absichern, da eine Aktienkursschwankung, auch außerhalb dieser Kursspanne, weit in die entgegengesetzte Richtung möglich ist. Um dies zu gewährleisten, errechnet er eine vorher zu entrichtende Einschusszahlung (Initial Margin Requirement), nachfolgend kurz "IMR" genannt. Diese richtet sich nach der Größe des Hebels (der Höhe des Multiplikators), den der Kunde später beim Spread Betting auf den Zähler des Kurses ansetzen möchte. Je stärker der Hebel, desto größer das Gewinn- und Verlustpotential. Die IMR stellt jedoch im Vergleich zu dem realen Investitionsvolumen (bei einem herkömmlichen Aktiengeschäft) nur einen Bruchteil dar und deckt nicht das volle Risiko ab. An dieser Stelle ist in besonderem Maße darauf hinzuweisen, dass der Anleger für das Risiko haftet, wenn er vorher vom Anbieter ausreichend darauf hingewiesen wurde. Im schlimmsten Falle kann er nicht nur seine ursprüngliche Anlage verlieren, sondern muss zudem noch eine Nachzahlung tätigen. Hierzu sollte man ausführlich die Bedingungen des Spreads und jeweiligen Brokers studieren.

Beispiel für das Setzen auf steigende Kurse (Long): Die Kaufoption soll mit 10 Euro pro Punkt (Zähler) eröffnet werden. Der Spread beläuft sich von 41,96 bis 42,04, so kauft der Anleger mit einer beispielsweise geleisteten IMR in Höhe von 1.500 Euro seine Option beim oberen Wert des Spreads (42,04) ein. Der Kurs steigt und die Option wird bei 42,96 verkauft. Die Position wurde also um 92 Punkte verbessert, was einen Gewinn von 920 EUR ausmacht. Im Verhältnis zu dem IMR würde dies eine Rendite von 61,3% bedeuten.

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