Erste Schritte beim Traden Erste Schritte beim Traden
Geschrieben von forextotal am 14. September 2011

Einfache Forex Strategien

Trading-ChartUm einfache Forex-Strategien zu entwerfen und anzuwenden, sollte sich ein Trader klarmachen, dass es sich beim Forex-Markt um den liquidesten Markt der Welt mit (meist) der größten Volatilität handelt. Indizes bewegen sich bisweilen ähnlich volatil, das heißt schwanken stark, bei Rohstoffen kommt dies seltener vor, bei Aktien und Anleihen ist es die Ausnahme. Um in diesem Markt bestehen zu können, ist es notwendig sich einer durchdachten Strategie zu bedienen.

Strategische Betrachtungen des Forex-Markts

Es gibt grundsätzlich rein fundamentale und rein charttechnische Betrachtungen der Märkte, beides hat seine Berechtigung. Erfolgreiche Trader verknüpfen beide Standpunkte, so dies möglich ist. Fundamentale Betrachtungen beruhen auf Ereignissen in der (Volks-)Wirtschaft, sie sind oft langfristig ausgerichtet und dabei bisweilen hoch profitabel, wenn sich Trends entwickeln und über lange Zeit bestehen bleiben. Einige der erfolgreichsten Investoren dieser Welt nehmen diesen Standpunkt ein, zum Beispiel Georges Soros und Warren Buffet. Eine rein charttechnische Betrachtung, wie sie etwa im Daytrading und dem ultrakurzfristigen Scalping angewandt wird, geht davon aus, das fundamentale Ereignisse in die Charts "eingepreist" sind. Das ist allerdings nur begrenzt richtig, denn Märkte reagieren auch irrational, sie fallen trotz guter und steigen trotz schlechter Nachrichten. Charttechnisch orientierte Trader können sich allerdings aufgrund des kurzfristigen Handels nicht anders verhalten. Wenn eine Nachricht um die Welt geht, reagieren die Kurse unmittelbar.

Forex-Handel mit der Fundamentalen Analyse

Wer sich für eine fundamentale Betrachtung entscheidet, versucht aus volkswirtschaftlichen Erwägungen langfristige Trades zu entwickeln. Das wäre Mitte des Jahres 2011 beispielsweise die Euro-Krise, aufgrund derer der Euro fallen müsste. Das tat er auch, er fiel allerdings nicht gegen den US-Dollar, weil das amerikanische Finanzsystem selbst schwächelt, sondern er fiel gegen den Schweizer Franken, und zwar zwischen Mai bis August 2011. Dann stieg er wieder stark an. Wie ist das fundamental zu erklären? Der Euro ist aufgrund der Schuldenkrise einiger europäischer Länder schwach, Anleger flüchteten in den Schweizer Franken oder wetteten einfach gegen den Euro. Als jedoch ein Tief nahe der Parität erreicht war (der Euro kostete nur noch 1,03 Franken), war es genug. So schwach ist der Euro nicht, zwangsläufig wurde die Gegenwette eingegangen. Am 06.09.2011 stand dann der Euro gegen den Franken bei 1,2030. Das ist eine Forex-Strategie aufgrund der Fundamentalanalyse. Dieselbe Strategie lässt zwischen Euro und US-Dollar eine anhaltende Seitwärtsbewegung erwarten.

Chart-Handel am Forex-Markt

Wer auf rein charttechnisches Handeln setzt, nutzt am besten die entsprechenden Tools in einer Trading-Software. Es gibt charttechnische Muster, die erwarten lassen, dass ein Kurs in eine bestimmte Richtung geht. Zu diesen Mustern gehören der Ausbruch aus einer Seitwärtsbewegung, ein 1-2-3-Hoch- oder Tief, der Ausbruch aus einer Leiste, das Übersteigen/Unterschreiten des höchsten Hochs bzw. tiefsten Tiefs der letzten drei bis sechs Tage, Reversals und trendfolgende Systeme. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Muster. Moderne Software-Systeme sind auf solche Muster zu programmieren. Entscheidend ist dabei, dass die Position mittels Stop-Loss eingegangen wird, was zu programmieren ist, und dass automatisch der Verlust begrenzt wird. Das ist nur mit automatisierten Systemen möglich, damit der Trader nicht permanent vor dem Bildschirm sitzen muss. Selbst dann wäre das Traden von Hand relativ heikel, ein Ausfall der DSL-Anbindung für wenige Minuten genügt für einen Totalverlust.

Welches System auch immer genutzt wird - es gibt kein "perfektes" System - ist nicht entscheidend für den Erfolg. Viele Systeme können profitabel sein und entsprechende Gewinne abwerfen. Allerdings gehören Verluste auch zum Alltag eines Trades. Darum ist ein striktes Risiko- und Money-Management für den langfristigen erfolg sehr wichtig.

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